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Schleswig-Holstein Nordfriesische Halligen weiter unter Wasser: Warften umflutet
Nachrichten Schleswig-Holstein Nordfriesische Halligen weiter unter Wasser: Warften umflutet
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08:15 06.12.2013
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Langeneß/Hooge

Die Warften, künstliche Erdhügel, auf denen alle Häuser auf den Halligen gebaut sind, ragten aber noch knapp aus dem Wasser. Der Hochwasserstand Pegel Hooge lag noch einmal 25 Zentimeter höher als am Donnerstagnachmittag. Das Hochwasser erreichte gegen 3.30 Uhr seinen Höchstwert von etwa 2,55 Meter über dem mittleren Hochwasser - danach Tendenz fallend.

Auf Langeneß hielten an der besonders gefährdeten Nordwestspitze manche Warften der schweren Sturmflut und dem Orkan "Xaver" nur knapp stand. Am Hotel "Anker's Hörn" spritzten Nordseewellen fast bis auf den Rand der 5,30 Meter hohen Warft. Die meisten anderen Warften auf Langeneß sind ein wenig höher.

In den Morgenstunden erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) noch einmal massive Orkanböen und starken Regen. Höchster gemessener Wert auf Hooge waren am Donnerstagabend 133 Stundenkilometer. In der Nacht lagen die Windspitzen dann zwischen 108 und 126 km/h. Mit Sandsäcken und Wasserabweisern vor den Häusern, Schotten an Fenstern und Türen haben die Bewohner ihre Häuser gegen die Sturmflut geschützt. Auf den Warften kontrollierten die Bewohner bei nächtlichen Kontrollgängen mit Taschenlampen die Lage.

Die nächste Sturmflut am Freitagnachmittag soll etwas schächer ausfallen. Dann soll die Nordsee zwei Meter über mittlerem Hochwasser erreichen, hieß es am Freitagmorgen beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg.

dpa

Die Nordbahn hat am Freitagmorgen den Betrieb auf der Strecke Strecke Neumünster-Bad Segeberg-Bad Oldesloe wieder aufgenommen. Erkundungsfahrten auf den AKN-Strecken ergaben keine Einschränkungen, wie das Unternehmen mitteilte.

Deutsche Presse-Agentur dpa 06.12.2013

Orkantief "Xaver" hat in der Nacht zum Freitag nach ersten Erkenntnissen nur geringe Schäden verursacht. Die Deiche trutzten dem "Blanken Hans" auch bei der zweiten Sturmflut in Folge, wie Deichgänger in den Kreisen Steinburg und Nordfriesland feststellten.

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Der Orkan "Xaver" hat vielen Teilen Deutschlands eine heftige Sturmnacht gebracht. Trotz hoher Windgeschwindigkeiten richtete der Sturm aber selbst in den am härtesten betroffenen Regionen im Norden bislang nur kleinere Schäden an.

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