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Schleswig-Holstein Norweger kam (nicht) zum Fahren
Nachrichten Schleswig-Holstein Norweger kam (nicht) zum Fahren
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15:01 18.11.2014
Von Günter Schellhase
Ein 29-jähriger Norweger kam mit dem Auto nach Kiel - ohne Führerschein, aber mit Drogen im Blut. Quelle: dpa
Kiel

Als der 29-Jährige einräumte, einen Joint geraucht zu haben, verständigten die Zollbeamten die Polizei. „Die Beamten baten den Norweger zu einem Drogenschnelltest, der auf den Konsum von Betäubungsmitteln hinwies“, sagte Polizeisprecher Harald Höpcke. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen. Sofern die Untersuchung eine verbotene Substanz im Blut nachweist, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die eine Geldbuße bis zu 3000 Euro nach sich ziehen kann, erklärte der Polizeisprecher.

Auch der vorgelegte Führerschein aus dem US-Staat Illinois erweckte den Argwohn der Polizisten, die ihn kurzfristig von den Urkundenexperten des Landeskriminalamtes untersuchen ließen. Nach wenigen Minuten stand fest, dass das Papier eine Totalfälschung war. Der angebliche Führerschein wurde beschlagnahmt. Die Überprüfung des Pkw durch den Zoll ergab Hinweise auf Verstöße gegen steuerrechtliche Bestimmungen, so dass der Wagen beschlagnahmt wurde.

Die Staatsanwaltschaft Kiel wurde über den Sachverhalt informiert und ordnete eine Sicherheitsleistung in Form von Bargeld an. Nachdem der 29-Jährige bezahlt hatte, durfte er seinen Weg zu Fuß fortsetzen. Neben dem Vorwurf des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wird sich der 29-Jährige auch wegen des Verdachts einer Urkundenfälschung sowie steuerrechtlicher Verstöße seiner Verantwortung in einem Strafverfahren stellen müssen.