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Schleswig-Holstein Mit 1,97 Promille auf dem Kanal gestoppt
Nachrichten Schleswig-Holstein Mit 1,97 Promille auf dem Kanal gestoppt
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12:58 17.09.2018
Von Frank Behling
Mit dem Polizeiboot "Schwansen" musste ein eingeschlafener Sportbootfahrer bei Breiholz von der Kanalböschung gezogen werden. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Auf der Fahrt von Kiel nach Brunsbüttel war am Sonntagabend eine Segeljacht aufgefallen.  Das Boot fuhr teilweise in Schlangenlinien. Um  20.25 Uhr rief deshalb die Verkehrszentrale des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel die Polizei. Kurz zuvor war die Segeljacht westlich von bei Breiholz in der Nordseite bei Streckenkilometer 46,8 mit der Kanalböschung kollidiert und hing dort fest.

Zuvor waren alle Versuche der Ansprache des Bootes misslungen. Auch der Kapitän der  Kanalfähre "Breiholz" hatte den Mann versucht zu erreichen. Die Polizei musste aus Brunsbüttel das Streifenboot "Schwansen" auf den Weg nach Breiholz schicken, um das Boot aus dem Weg zu räumen. 

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Um 20.30 Uhr legte die "Schwansen" in Brunsbüttel ab und lief mit einer Hochgeschwindigkeits-Einsatzfahrt zu dem Sportboot. Mit über 20 Knoten rauschte  die "Schwansen" durch den Kanal. Normalerweise fahren Schiffe auf dem Kanal 7 bis 8 Knoten. 

Die Beamten erreichten die an der Böschung der Nordseite festhängende Segeljacht nach etwas mehr als einer Stunde. An Bord fanden sie den 50 Jahre alten Norweger schlafend vor. Sie weckte ihn und ließen ihn zunächst pusten. Der Atemalkoholtest ergab 1,97 Promille.

Mit der "Schwansen" wurde das Sportboot danach von der Böschung gezogen und in den nächsten sicheren Hafen am Kanal geschleppt. Der Einsatz dauerte für das Boot bis in die Morgenstunden.

Die Staatsanwaltschaft Kiel ordnete bei dem norwegischen Skipper eine  Blutprobenentnahme an, die ein Arzt auf dem Polizeirevier Rendsburg durchführte. Aufgrund des hohen Alkoholwertes darf der Norweger seiner Fahrt auf dem Kanal erst nach der Ausnüchterung am Dienstagmorgen fortsetzen. Sportboote dürfen nur bei Tageslicht durch den Kanal.