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Schleswig-Holstein Kein Livestream vor dem Bund-Länder-Treffen: Das sind die Gründe
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Nun doch kein Livestream mit Günther zur Corona-Lage - das sind die Gründe

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15:37 06.01.2022
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) wollte am Mittwoch über die weiteren Pläne der Landesregierung zu Corona-Regeln informieren.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) wollte am Mittwoch über die weiteren Pläne der Landesregierung zu Corona-Regeln informieren. Quelle: Axel Heimken/dpa (Symbolfoto)
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Kiel

Von Kontaktbeschränkungen bis Quarantäne-Regelungen: Bei einem Bund-Länder-Treffen am Freitag wollen die Ministerpräsidenten aller Länder zusammen mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Heiner Lauterbach (beide SPD) den weiteren Weg aufzeigen. Ursprünglich wollte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstagnachmittag in einer Pressekonferenz Rede und Antwort stehen, mit welchen Ansprüchen er in die Beratungen geht. Doch jetzt wurde der Termin kurzfristig abgesagt. Der geplante Livestream um 15.30 Uhr entfällt somit.

Hintergrund ist, dass Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) Kontakt zu einem Infizierten hatte und sich in Quarantäne begeben hat. Ein Antigen-Schnelltest war negativ. Ungeachtet dessen hat das Land Schleswig-Holstein neue Quarantäne-Regeln auf dem Weg gebracht. Statt 14 Tage müssen Infizierte und Kontaktpersonen sich jetzt nur noch zehn Tage in häusliche Isolation begeben.

Überblick: Die Themen beim Bund-Länder-Gipfel

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat vor der Ministerpräsidentenkonferenz seine Forderung nach weiteren Kontaktbeschränkungen bekräftigt. Er halte dies angesichts der Omikron-Welle für notwendig. Zwar müsse man mit Augenmaß vorgehen. Lauterbach betonte aber auch: „Wir werden wahrscheinlich noch einmal zulegen müssen.“ Schleswig-Holstein hat bereits verschärfte Kontaktbeschränkungen eingeführt – als Folge der steigenden Infektionszahlen seit Weihnachten.

 Erforderlich seien zudem angepasste Quarantäne-Regeln sowie eine Fortführung der Booster-Kampagne. Die Auffrischungsimpfungen seien der beste Schutz vor der Omikron-Variante. Lauterbach rief dazu auf, das hohe Impftempo wie vor Weihnachten wieder aufzunehmen.

Lauterbach verteidigte zugleich die von der Gesundheitsministerkonferenz vorgeschlagenen geänderten Quarantäneregeln mit kürzeren Auszeiten für Personal in wichtigen Versorgungsbereichen geknüpft an PCR-Tests. Damit würden diese Bereiche lebensfähig gehalten. Genügend PCR-Tests seien dafür vorhanden. Pro Woche könnten bis zu 2,3 Millionen PCR-Tests vorgenommen werden.

Lauterbach empfiehlt das Tragen von Masken – Gilt in Schulen in SH bereits

Für die Schulen sprach sich der Minister für das Tragen von Schutzmasken aus. Diese würden sehr gut gegen die Omikron-Variante wirken. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien äußerte sich am Vormittag bereits in einer Pressekonferenz, wie es nach den Winterferien mit dem Unterricht weitergeht.

Unter anderem gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle Schularten und Jahrgänge. Zudem wird an Grundschulen und Förderzentren (dort vorrangig im Primarbereich) wieder das Kohortenprinzip eingeführt.

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Lauterbach appellierte an die Länder, das Tragen von Masken zur Vorgabe zu machen. Empfehlenswert wären hier FFP2-Masken. In Schleswig-Holstein wird das Tragen von Masken aktuell empfohlen.