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Schleswig-Holstein Obdachloser am Zob in Lübeck erfroren
Nachrichten Schleswig-Holstein Obdachloser am Zob in Lübeck erfroren
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14:03 26.11.2018
In Lübeck ist Anfang November ein Obdachloser am Zob tot aufgefunden worden. Quelle: Stephan Jansen/dpa
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Lübeck

In der Nacht zum 7. November ist „Darius“ (Ende 40) in Lübeck verstorben. Zuerst hatten am Sonnabend die "Lübecker Nachrichten" darüber berichtet. Laut der Zeitung war bereits seit zwei Jahren in der Stadt. Die Polizei bestätigte den Tod des Mannes am Montag. Die Obduktion habe ergeben, dass der Mann nicht durch Fremdeinwirkung starb, sagte ein Sprecher. Ein Kältetod sei wahrscheinlich. Weitere Angaben zu dem Toten machte die Polizei zunächst nicht. 

Gerüchten zufolge soll der verstorbene Mann alkoholabhängig gewesen sein, heißt es in dem LN-Bericht. Die Nationalität des Mannes wollten die Behörden bisher indes nicht bestätigen.

Mehrere Fälle in Hamburg

In Hamburg war erst am vergangenem Wochenende eine Frau (64) erfroren. Bereits Ende Oktober starb eine 47-Jährige auf einer Hamburger Parkbank an einer Unterkühlung. Am 4. November wurde ein 47-jähriger Obdachloser  leblos in einem alten Fabrikgelände in Harburg aufgefunden. Ein Kältetod wurde nicht ausgeschlossen.

Für die Linke in Schleswig-Holstein forderte deren Landessprecher, der Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin, nach Berliner Vorbild einen Kältebus, Wärmeräume mit Suppenküchen, mehr Plätze in Notunterkünften sowie die Unterstützung freier Träger und ehrenamtlicher Helfer.

Von RND