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Schleswig-Holstein Prien will zurück zum Leistungskurs
Nachrichten Schleswig-Holstein Prien will zurück zum Leistungskurs
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10:00 21.01.2019
Von Christian Hiersemenzel
Bildungsministerin Karin Prien (CDU) ist mit Profilklassen nicht zufrieden. Sie will, dass die Anforderung in den Kernfächern steigt.  Quelle: Christophe Gateau
Kiel

Für kommenden Sonnabend hat sie alle Beteiligten zu einer großen Oberstufentagung nach Kiel eingeladen. Ziel ist es, Lerninhalte in Leistungskursen zu vertiefen, das Abitur mit dem anderer Bundesländer vergleichbarer und Jugendliche studierfähiger zu machen.

„Der Wechsel vom Kurssystem zu Profilklassen war nicht durchgängig ein Erfolg“, stellt die Ministerin fest. Aus diesem Grund führe ihr Haus seit Monaten Gespräche mit Praktikern und höre sich Wünsche und Vorstellungen von Lehrern, Eltern und Schülern an. Das Ergebnis sei ein elfseitiges Papier, das sie jetzt zur Diskussion stellt.

Kernfächer könnten neu geordnet werden

Der Inhalt: Manche Fächer sollen künftig in mehr, andere in weniger Wochenstunden unterrichtet werden. Das lege eine Neuordnung der Kernfächer Deutsch, Englisch und Mathematik nahe. Statt jedes dieser drei Fächer obligatorisch vierstündig zu unterrichten, könnten die Schüler künftig jeweils nach ihren Begabungen und Neigungen differenzieren. Zwei Kernfächer würden sie fünfstündig auf einem deutlich erhöhten Anforderungsniveau belegen, eines auf grundlegendem Niveau vierstündig. Hinzu käme ein individueller Schwerpunkt mit einem Profilfach.

Die Bildung von Oberstufenklassen entlang eines sprachlichen, natur- oder gesellschaftswissenschaftlichen Profils habe sich in der bisherigen Reinform als nicht praktikabel erwiesen, heißt es in dem Papier. Vorgeschlagen wird stattdessen wieder verstärkt das Kurssystem. Zusätzlich solle man Oberstufenschüler so in Gruppen einteilen, dass „anspruchsvolle fachübergreifende Projekte realisiert werden können“. Ausgangspunkt sei das jeweilige Profilfach. Die Rede ist von Schülerlaboren und -forschungszentren sowie von einer Zusammenarbeit mit Hochschulen und Unternehmen.

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