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Schleswig-Holstein Wer jetzt für die Sturmschäden aufkommt
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15:19 10.02.2020
Von Bastian Modrow
Orkan "Sabine" hat sich aus dem Norden weitgehend verzogen, die Schäden bleiben. Jetzt geht es für Geschädigte darum, ihre Versicherungen für Schäden zu kontaktieren. Quelle: David Young/dpa
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Kiel

Zwar hat Orkantief „Sabine“ in Schleswig-Holstein weit weniger gewütet, als von Meteorologen zunächst erwartet worden war, dennoch sind auch im Norden Dächer abgedeckt, Autos beschädigt und Fensterscheiben zu Bruch gegangen.

Böen bis zu 141 Stundenkilometer

Grundsätzlich gilt: „Die Versicherungen zahlen für Sturmschäden in der Regel ab Windstärke 8, was einer Windgeschwindigkeit von mehr als 62 Stundenkilometern entspricht“, sagt Habel. In weiten Teilen des Landes wurde diese Stärke erfüllt: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wurden in List auf Sylt Böen von 117 Kilometern pro Stunde gemessen, in Büsum im Kreis Dithmarschen meldete die Messstation einen Wert von bis zu 113 km/h. Im Binnenland und an der Ostküste war es ruhiger. In Kiel-Holtenau blies "Sabine" mit 88 km/h. Erst draußen in der Ostsee wurde aus dem Sturm wieder ein richtiger Orkan. Beim Kieler Leuchtturm meldete die Messstation 141 Stundenkilometer, wie ein DWD-Sprecher sagte.

Welche Versicherung greift?

Für zerborstene Glasscheiben oder abgedeckte Dächer zahlt die Wohngebäudeversicherung. Die Teilkaskoversicherung erstattet laut Habel die Kosten für verbeultes Blech oder kaputte Scheiben am Auto. Wenn Möbel oder Haushaltsgeräte durch Blitzschlag oder durch eine zerborstene Scheibe beschädigt wurden, greift die Hausratversicherung.

Stürzt ein gesunder Baum auf das eigene Haus, zahlt die Wohngebäudeversicherung. „Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den eigenen Baum oder den eines Nachbarn handelt“, betont der Experte. Problematischer wird es, wenn der Baum bereits einen Vorschaden hatte. Hier könnte zunächst ein Gutachter von der Versicherung bestellt werden.

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