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Schleswig-Holstein Sturmböen und Sturmflut drohen in Schleswig-Holstein
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Ostsee-Küste: Sturmböen und Sturmflut drohen am 14.10.2020 in Schleswig-Holstein

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13:11 14.10.2020
Ab Mittwochnachmittag muss auch in der Kieler Bucht mit Hochwasser gerechnet werden. Quelle: KVG Kiel
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Kiel

Sturmflutwarnung für die Ostsee: Böen aus Nordost mit bis zu Windstärke 11 lassen die Wasserstände an der Ostsee steigen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) gab eine Warnung heraus.

Die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel hat mitgeteilt, dass aufgrund des Hochwassers in der Kieler Förde der Betrieb Fördefährlinie F1 (Bahnhofsbrücke – Laboe und zurück) eingestellt wurde. Auch die Fähren um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr werden nicht starten. Die F2 Schwentinelinie fährt.

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Ab Mittwochmittag werden an der gesamten Ostseeküste Wasserstände bis 1,20 Meter über mittlerem Wasserstand erwartet. In der Kieler Bucht sowie westlich und östlich von Rügen sei mit bis zu 1,20 Metern über mittlerem Wasserstand zu rechnen, im kleinen Haff mit bis zu 0,85 Metern.

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In der Lübecker und Wismarer Bucht und dem Greifswalder Bodden sind sogar Wasserstände bis 1,40 Meter über mittlerem Wasserstand möglich, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie am Dienstag im Internet warnte.

Stralsunder Hafen unter Wasser

Teile des Stralsunder Hafens stehen bereits unter Wasser. „Der Pegel steigt etwa alle zehn Minuten um einen Zentimeter an“, sagte ein Sprecher der Stadt. Am Vormittag stand das Wasser knapp einen Meter über Normal, 20 Zentimeter wurden noch erwartet.

Reedereien stellten ihren Fährbetrieb ein, so zwischen Stralsund sowie Schaprode auf Rügen zur Insel Hiddensee. Die Oderhaff Reederei Peters, die von Ueckermünde zur Insel Usedom und nach Stettin fährt, ließ laut ihrer Internetseite alle Schiffsfahrten ausfallen. Die Schweden-Schnellfähre von Sassnitz-Mukran nach Ystad wurde der Reederei FRS Königslinjen zufolge für Donnerstag abgesagt, am Mittwoch fuhr sie fahrplanmäßig nicht. Die Fähren von Stena Line aus Rostock fuhren.

Vier Klassen von Sturmfluten

Sturmfluten an der deutschen Ostseeküste werden in vier Klassen eingeteilt: Als „Sturmflut“ gilt ein Wasserstand von 1,00-1,25 Meter über mittlerem Wasserstand, als „mittlere Sturmflut“ 1,25-1,50 Meter, als „schwere Sturmflut“ 1,50-2,00 Meter und als „sehr schwere Sturmflut“ mehr als 2,00 Meter über mittlerem Wasserstand.

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In Lübeck gab es Ende März eine Sturmflut mit 1,57 Metern über mittlerem Wasserstand. Damals trat das Wasser nach Polizeiangaben teilweise über die Ufer und überschwemmte Straßen.

Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturmböen

Der Deutsche Wetterdienst hat am Dienstagabend noch eine amtliche Warnung vor Sturmböen herausgegeben: Zwischen Mittwoch, 10 Uhr, und Donnerstag, 6 Uhr, besteht die Gefahr des Auftretens von Sturmböen (Stufe 2 von 4). Dabei können einzelne Äste herabstürzen.

Die Warnung vor Sturmböen gilt für den Kreis Plön (Küste und Binnenland), Kreis Ostholstein (Küste und Binnenland), Kreis Rendsburg-Eckernförde (Küste) und die Stadt Kiel.

Von RND/dpa

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