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Schleswig-Holstein Ostsee: Die schönsten Ziele für 2020
Nachrichten Schleswig-Holstein Ostsee: Die schönsten Ziele für 2020
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17:20 16.12.2019
Von Ulrich Metschies
Die Ostsee ist ein beliebtes Urlaubsgebiet. Unsere Autoren haben ihre Tipps verraten. Quelle: Christoph Rohde, Thomas Rahbek, Cornelia Müller, imago images/Westend61,Sabine Gudath, Tourismuszentrale Rügen Christian Thiele
Kiel

Mit dem Boot von Eckernförde in die dänische Südsee

Urlaub an der Ostsee, das heißt bei mir: Urlaub auf der Ostsee. Wie kann man das Meer besser genießen, als an Bord? Mein kleines Segelboot trägt mich von Eckernförde aus in der Regel Richtung Norden. Hier warten Maasholm, Tor zur Schlei, und die reizvolle Flensburger Förde als erste Stationen. Der Fischladen am Maasholmer Hafen bietet leckeren Räucher-Matjes für den Seglermagen.

Ist der Leuchtturm von Kalkgrund passiert, öffnet sich linker Hand die Flensburger Förde. Sonderburg am Eingang des Als-Sund ist immer einen Bummel wert. Ein Abbiegen in die andere Richtung führt direkt in die Dänische Südsee. Hier zwischen Sunden, Belten und Inseln ist die ganze Schönheit der Ostsee zu spüren. Wenn das Blau des Wassers mit dem des Himmels in Wettstreit tritt, grüne Wiesen mit rot gedeckten Häuschen vorbeiziehen und neben dem Boot mit einem "Pffft" ein Schweinswal auftaucht, stellt sich ein wohliges Gefühl der Entspannung ein.

Häfen lassen sich in kurzen Entfernungen erreichen. Am liebsten sind mir die kleinen wie der auf Avernakø. Oder Faborg. Und immer wieder das Gefühl: Lege ich mit dem Boot an, erlebe ich den Ort ganz anders als bei einer Ankunft mit dem Auto.

Christoph Rohde

Mit dem Boot die Dänische Südsee erkunden - ein Traum!

Fehmarn: Mal ruhig und mal hip

Die Insel Fehmarn ist hip und ruhig zugleich. Hip und belebt dort, wo sich Restaurants und Cafés aneinanderreihen oder Surfer und Kiter mit ihren Bullis campen. Ruhig dort, wo Radwege vorbei an blühenden Rapsfeldern, Reiterhöfen und dem Vogelreservat führen.

Kein Wunder, dass Deutschlands drittgrößte Insel nicht nur bei heimischen Touristen, sondern auch bei den Skandinaviern beliebt ist. Bis 1864 gehörte die Insel zu Dänemark. Bis heute weht vor vielen Häusern auf Fehmarn die lavendelblaue Flagge mit goldener Krone, die sich auf das dänische Königshaus bezieht. Burg, die Inselhauptstadt, ist belebt, hat mit zahlreichen Cafés, Restaurants und Imbissen für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Großes Dossier

Alle Nachrichten zur Insel Fehmarn lesen Sie hier.

Fehmarn ist ein Paradies für Wassersportler jeder Couleur. Egal ob Surfen, Kiten oder Tauchen, gerade jüngere Urlauber kommen mit ihren Campingbussen gern an den Südstrand der Insel. Die Sommersonnenwende im Juni ist einer der Höhepunkte der Saison, wenn hunderte VW-Busse aller Generationen bei einer großen Bulli-Parade durch die Breite Straße knattern.

Doch auch wer Ruhe und Erholung sucht, ist auf Fehmarn richtig. Im Landesinneren bieten mehrere Reiterhöfe Mensch und Tier Unterschlupf. Im Ortsteil Petersdorf wird im Mai eine Rapsblütenkönigin gekrönt, zahlreiche Radwege laden zu ausgedehnten Touren auf der flachen, aber windigen Insel ein. Zum Beispiel entlang des Wasservogelreservates Wallnau. Bei schlechtem Wetter gibt es neben Kino, Wellenbad und Meereszentrum mit Aquarien voller tropischer Fische, viel zu sehen. Zum Abschluss der Saison im Oktober sorgt noch einmal das Drachenfest für volle Strände. Für mich ist die Insel auch im nächsten Jahr wieder mindestens einen Trip wert.

Marc Hofmann

Fehmarn bietet eine interessante Natur und jede Menge Trubel.

Der Weg ist das Ziel: Langeland

Seit gefühlten Ewigkeiten verkehren keine Ausflugsschiffe mehr zwischen Kiel und Langeland. Seitdem scheint das 52 Kilometer lange und elf Kilometer breite Eiland in der Dänischen Südsee bei Deutschen fast vergessen. Nur Segler und einige Camper scheinen treu.

Für mich ist die Fahrradtour nach Langeland ein Highlight. Von der Insel Fünen aus, die man mit der Fähre erreicht, strampele ich an der Küste und über drei Brücken hinüber zum gemütlichen Hafenstädtchen Rudkøbing, dem Hauptort. Die Ausblicke unterwegs sind atemberaubend, Valdemars Slot glänzt am Wegesrand (Foto). Für Langeland selbst nehme ich mir Zeit, wo auch kurze Touren fordern können und in jedem Fall belohnen. Die eiszeitlichen "Huthügel" erlauben herrliche Perspektiven über die Knicklandschaft, hinein in Täler, hinüber zur Ostsee.

Idyllisch: Öko-Gut Skovsgaard, dessen Besitzerin es stiftete. Erfrischend: einsame Naturstrände jenseits der wenigen Campingplätze. Einzigartig: Schlossdorf Tranekær mit Mühle, Landschaftspark voller Skulpturen, Medizingarten. Kurzfristig laut: Langelandsfestival im Sommer. Kulturell: klassische Konzerte, Künstlerwerkstätten, Galerien. Rundum: Entschleunigung pur und viel Großes im Kleinen.

Cornelia Müller

Auf Langeland ist der Weg das Ziel.

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Zwei Länder, ein Øresund

In den Øresund kamen wir zum ersten Mal von Norden, mit dem Segelboot, auf der Rückreise vom Kattegat nach Kiel. Weil wir auf der Durchreise über Kopenhagen waren, mit nur zwei Tagen Zeit, stand schnell fest: Hier müssen wir kommendes Jahr noch einmal hin – sei es per Boot, per Auto oder mit dem Zug. Denn die Region ist hervorragend erschlossen.

Schon am nördlichen Eingang der Meerenge thront auf der Ostseite der Kullaberg mit dem Leuchtturm von Kullens fyr, kurz dahinter der schwedische Urlaubsort Mölle, der sich an den Hang schmiegt wie sonst Badeorte am Mittelmeer. Kurz darauf passiert man auf der westlichen, der dänischen Seite, das Schloss Kronborg in Helsingør (Foto), weltbekannt natürlich durch Shakespeares Hamlet. Und so geht es munter weiter, die Attraktionen wechseln sich ab auf schwedischer und dänischer Seite, wie etwa der freundliche Hafen Vedbaek nördlich der dänischen Hauptstadt – was den Øresund so reizvoll macht.

Eindeutiger Höhepunkt ist natürlich Kopenhagen mit dem gegenüberliegenden Malmö. Aber es ist spannend, nicht nur die beiden Großstädte, sondern die gesamte Region zu erkunden, wie etwa das südliche Ende des Sund. Mindestens eine Woche könnte man dort verbringen, ständig zwischen der dänischen und der schwedischen Seite hin- und herwechseln, mit Fähren oder über die mächtige Brücke, die Øresundsbron, die die Region verbindet.

Florian Hanauer

Das Schloss Kronborg ist weltweit bekannt durch Shakespeares Hamlet.

Mai oder September? Auf nach Rügen!

Lange Strände, zuckersüße Fischerdörfer, urige Restaurants, liebe Menschen und ganz viel Natur: Rügen ist immer eine Reise wert – und deshalb verbringe ich dort auch jedes Jahr ein bis zwei Wochen. Auch im kommenden Sommer steht Deutschlands größte Insel wieder auf dem Urlaubsplan.

Mein Tipp: Im Mai oder September hinfahren, dann sind die größten Touristenströme wieder weg und das Wetter ist mit hoher Wahrscheinlichkeit sonnig-warm. Immer wieder schön: die Seebrücke von Sellin (Foto). Noch nicht so überlaufen wie die großen Badeorte Binz, Göhren und Co. ist die Region rund um Putbus und Lauterbach und eigentlich im gesamten Biosphärenreservat Südost.

In dieser Region überwiegt die Natur: Viel Wald, ellenlange Spazier- und Radwege und (eher schmale) Naturstrände am Greifswalder Bodden. Der Bodden hat seine ganz eigenen Reize: Angler brauchen kein Boot, Kinder keine Schwimmreifen, sie können meterweit ins Wasser gehen, das sehr lange sehr flach bleibt. Deshalb eignet sich der Bodden auch perfekt für Stand-Up-Paddling. Wer seine Zeit nicht nur am Strand verbringen will, kann einen wunderschönen Spaziergang an und in der Goor in Lauterbach machen. Das 80 Hektar große Wald- und Naturschutzgebiet Goor ist Teil des 1990 gegründeten Biosphärenreservats, es erstreckt sich etwa 1,5 Kilometer an der Nordküste des Greifswalder und Rügener Boddens. Unbezahlbar: Der Duft der Bäume gemischt mit dem der salzigen See. Und wer sich nach der Wanderung stärken möchte: auf ins altehrwürdige "Badehaus Goor".

Sylvana Lublow

Die Seebrücke von Sellin sieht nicht nur im Sonnenschein hübsch aus.

Lund: Sehr charmant und gar nicht weit

Einmal kurz über die Öresundbrücke und schon ist man da. Kaum fünf Stunden braucht man von Kiel aus in die Stadt Lund in der südschwedischen Provinz Skåne. Und die Zimtschnecken bei Broder Jakobs Stenugnsbageri in der Klostergatan 9 schmecken so gut, dass man fast versucht ist, nur für ein Frühstück Richtung Norden aufzubrechen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Dom und der botanische Garten, nur zehn Gehminuten voneinander entfernt. Auf jeden Fall sollte man einen Abstecher in die Hökeriet in der Sankt Annegatan 9 machen. Im ältesten Gemischtwarenladen der Stadt finden sich Mitbringsel für Freunde und Familie. Wundern muss man sich hier übrigens nicht, wenn einem im Spätsommer eine Truppe junger Menschen mit Micky-Maus-Ohren oder in Abendgarderobe entgegenkommt. Dabei handelt es sich dann wahrscheinlich um Erstsemester auf Kennenlerntour. Rund 40.000 Menschen studieren an der Universität Lund, das zeigt sich an jeder Ecke der Altstadt. Nach gemütlichen Cafés, Bars oder schönen Restaurants muss man hier nämlich nicht lange suchen.

Kerstin Tietgen

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Fotos: Christoph Rohde, Cornelia Müller, Imago (2), Archiv, hfr

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