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Schleswig-Holstein Pflegekräfte drohen mit Warnstreik
Nachrichten Schleswig-Holstein Pflegekräfte drohen mit Warnstreik
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20:14 09.01.2020
Von Jördis Merle Früchtenicht
UKSH-Mitarbeiter, darunter auch Beschäftigte des Zentralklinikums in Kiel, fordern einen Tarifvertrag als Mittel gegen Personalmangel. Scheitern die Verhandlungen, droht ein Warnstreik. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Eine Delegation von UKSH-Mitarbeitern übergab dem Sozialausschuss am Donnerstag zusammen mit Verdi 5000 Postkarten und ein Banner mit Fotos von 3000 UKSH-Beschäftigten. „Bei der Fotopetition haben mehr als die Hälfte der nicht-wissenschaftlichen UKSH-Mitarbeiter mitgemacht“, sagt Verdi-Verhandlungsführer Steffen Kühhirt. Auf den Postkarten hatten Unterstützer auch aus dem Umfeld der Pflegekräfte unterschrieben.

Verhandlungen zum Tarifvertrag Entlastung laufen

Hintergrund der Aktion sind die laufenden Verhandlungen am UKSH zum Tarifvertrag Entlastung. „Die Beschäftigten erwarten endlich einen inhaltlichen Durchbruch“, so Kühhirt. „Ganze Stations-Teams wollen die Uniklinik verlassen, wenn kein Tarifvertrag erreicht wird.“

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Die Gewerkschaft fordert einen Vertrag, der die Regelbesetzung auf den Stationen vorschreibt, einen Belastungsausgleich schafft und ein Konsequenzen-Management verbindlich regelt. Die nächsten Verhandlungsrunden sind am 20. und 24. Januar. „Wenn es bis Ende des Monats keine spürbaren Teilerfolge gibt, kommen Warnstreiks“, sagt Kühhirt. Er setze aber auf konstruktive Gespräche mit dem Klinik-Vorstand.

Politiker unterstützen Forderungen der UKSH-Pfleger

Von den Mitgliedern des Sozialausschusses erhielten die UKSH-Mitarbeiter Unterstützung für ihre Forderungen. „Die vielen Unterschriften, die heute übergeben wurden, und die persönlichen Worte der Beschäftigten über die aktuelle Lage am UKSH nehmen wir sehr ernst“, erklärt Marret Bohn (Grüne). Der Wunsch nach Entlastung sei in der angespannten Lage völlig nachvollziehbar.

Auch Birte Pauls (SPD) äußerte Verständnis: „Wenn man nach jeder Schicht frustriert nach Hause geht, weil man seinen eigenen fachlichen und menschlichen Ansprüchen dauerhaft nicht gerecht wird, ist der Weg raus aus dem Beruf nicht weit.“ Die Gesellschaft könne es sich nicht leisten, dass Pflegekräfte aufgrund der Rahmenbedingungen den Beruf verlassen.

Lesen Sie auch:3000 UKSH-Mitarbeiter fordern Tarifvertrag

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