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Schleswig-Holstein Petition för't Platt-Institut
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06:00 04.11.2016
In Bremen sitt dat Platt-Institut - dat Nettwark för alle Plattdüütschen. Quelle: wikipedia
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 Siet nahto veertig Johr kümmert sik dat INS üm de Förderung vun’e plattdüütsche Spraak un Kultur. Se hölpt nich blots de Forschung un de Unis, se sünd för de Theoter, de Scholen, de Kinnergoorns un de Vereene dor. Hier loopt all de Fodens vun’e plattdüütsche Arbeit tosamen un warrd to een groot Nettwark knütt. Nu wüllt de Bunneslänner „die Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache inhaltlich, strukturell und organisatorisch auf eine neue Grundlage zu stellen“, heet dat in een Papeer an dat Institut. Vergrellt sünd nich blots de Mitarbeiter, sünnern ok all de Vereene un Verbänne, de Unis un Scholen, de mit dat Institut jümmers op’t Best tosamenarbeit hebbt.

In Neddersassen will de Vereen „De Plattdüütschen e.V.“ nu versöken, mit düsse Online-Petition dat Ruder noch mol rümtorieten. Denn bither sünd all de Runnen Dische un Konferenzen to dat Thema in‘ Sand verlopen. Nu mööt möglichst veele Lüüd ünnerschrieven, dormit düsse plattdüütsche Petition Gewicht kriegen deit.

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 Johannes Moeddel ut Lüneborg is een vun’e Lüüd, de de Petition ünnerschreven hett: „Plattdütsch is een Spraak, de dat wert is, dat een sik dorüm kümmern deit. Wi brukt een Institution, de dat stüert.“ Een Plattschnacker ut Laboe fraagt sik: „Was passiert mit dem in Jahrzehnten gewachsenen Archiv? Wer sammelt und dokumentiert Niederdeutsches und informiert darüber, wenn es das INS nicht mehr gibt?“ Johann-Martin Frahm ut Flensborg meent sogor, datt dat INS Bremen „die wichtigste Gesamt-Institution der Plattdeutschen in Deutschland“ is. Un de Radiomoderatorin un Schrieversfru Gesine Reichstein is sik seker, datt „die Plattdeutschen ein Zentrum brauchen, an das sich alle wenden können: Sprecher, Nichtversteher, Wissenschaftler, Schüler, Studenten . . .“ Noch een Stück wieder geiht Walter Marquardt ut Buxtehuud: „Das INS ist eine Art Klammer für die Plattdeutsch sprechenden Menschen in den fünf norddeutschen Bundesländern. Der Meinungsaustausch von der Ems bis an die Oder und von Flensburg bis Osnabrück ist für das Überleben des Plattdeutschen unverzichtbar.“ Keen Blatt vör’n Mund nimmt Christian Weichbrodt ut Bad Zwischenahn: „Wieldat de neddersässische Regeeren un de vun anner norddüütsche Länner keen Ahnen nich hett, wat dat heet, uns Arv to bewohren.“ För Herrmann Thomsen ut Kiel steiht klipp un kloor fast: „Sassch is en Spraak, de överregionaal bruukt warrt un sodennig bruukt dat ook en Instituut, dat sik överregionaal dormit befaten deit un (free nah Willy Brandt) tohopenbringt,  wat tohopen hört.“ Un Jutta-Irene Dehlwes-Grotefend ut Lilienthal schanfudert: „Weil es nicht angeht, dass hier „von oben“ zerstört wird, was von unten gewachsen ist.“

Un dorüm hebbt se alle düsse Reegen an dat Ministerium för Wetenschap un Kultur in Neddersassen ünnerschreven:

 „Wir bitten Sie nachdrücklich, die Finanzierung des Instituts für niederdeutsche Sprache in Bremen über den 31.12.2017 mit den anderen Ländern Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein sicherzustellen . . . Eine Fortexistenz des Instituts für niederdeutsche Sprache als eine einzigartige Institution, die im gesamten Sprachraum tätig ist, ist für eine erfolgreiche umfassende Förderung des Niederdeutschen unabdingbar“, heet dat in’e Petition. Matthias Stoffers ut Berlin bringt dat op’n Punkt: „Wenn dat Bunnesland mit de Arbeidswies vun't INS nich tofreden is, kann en dat ook anners regeln, as eenfach den Geldhahn aftodreihn.“

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