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Schleswig-Holstein SPD will Untersuchungen ausweiten
Nachrichten Schleswig-Holstein SPD will Untersuchungen ausweiten
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08:40 19.08.2018
Foto: Nach der Einleitung von Plastikteilchen in die Schlei hat die SPD umfangreichere Untersuchungen des Gewässers gefordert als bislang geplant.
Nach der Einleitung von Plastikteilchen in die Schlei hat die SPD umfangreichere Untersuchungen des Gewässers gefordert als bislang geplant. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Schleswig/Kiel

 „Kein anderes Bundesland in Deutschland ist durch Wasser so geprägt wie Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren.“ Dem müsse die Regierung Rechnung tragen.

Anfang März war bekanntgeworden, dass Plastikteilchen aus geschredderten Speiseresten des Lebensmittelentsorgers Refood über das Klärwerk in die Schlei gelangt sind. Das Umweltministerium in Kiel geht davon aus, dass dies schon mindestens seit 2015 geschah. Jährlich dürfte es sich um mehrere Tonnen Plastik gehandelt haben. Flächendeckend wurden die Teilchen aber erst Ende 2017 beobachtet.

Faulschlamm-Entnahme aus der Schlei

Die Koalition plant ein Testprogramm zur Entfernung des Faulschlamms der Schlei. Zuvor soll ein für Anfang 2019 erwartetes Gutachten die Beschaffenheit und Zusammensetzung der Faulschlamm-Ablagerungen und die Lebensräume am Boden der Schlei flächenhaft erfassen und analysieren.

Erst nach Vorlage dieses und eines weiteres Gutachtens zu Organismen könne geprüft werden, „ob und gegebenenfalls mit welcher Technik eine Entnahme des Faulschlammes ohne ökologischen Risiken für die Gewässergüte der Schlei möglich ist“. Verwirbelungen müssten dabei möglichst vollständig vermieden werden, weil sie die Wasserqualität der Schlei bei einer über Jahre dauernden Entnahme nachhaltig und langfristig schädigen könnten.

Von dpa

Christian Hiersemenzel 18.08.2018