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Schleswig-Holstein Innenstadtteil wird "Gefährlicher Ort"
Nachrichten Schleswig-Holstein Innenstadtteil wird "Gefährlicher Ort"
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16:16 23.03.2018
Von Niklas Wieczorek
Die Polizei will in der Innenstadt von Flensburg für Ruhe sorgen. Quelle: Ulf Dahl (Symbol)
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Flensburg

Das gab die Polizei der Fördestadt am Freitagmittag bekannt: "Mit der Einstufung eines umgrenzten Bereiches der Innenstadt zum ,gefährlichen Ort' nimmt die Polizei die rechtlichen Möglichkeiten des Landesverwaltungsgesetzes in Anspruch, verdachtsunabhängig jede dort anwesende Person kontrollieren zu können", sagte Sprecherin Sandra Otte. Es gehe um die Straßenzüge zwischen Holm und dem Südermarkt sowie Süderhofenden bis zur Hafenspitze im Norden und der Angelburger Straße im Süden. Die Anordnung gilt bis zum 20. April. Auch der an diesem Wochenende beginnende Jahrmarkt an der Exe stehe im Fokus der Beamten, so Otte.

Bereits seit mehreren Wochen, so die Polizei, beobachte sie Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen – angeleitet von Rädelsführern. Die Polizei stuft diese 13- bis 21-Jährigen unterschiedlicher Nationalitäten als Intensivtäter ein, von denen einige aktuell in Haft sitzen oder bereits saßen. Von einer Bandenstruktur wolle man aber weiterhin nicht reden.

Auch im Laufe der Woche noch Probleme

Auch nach den größeren Planungen zur Schlägerei am Montag habe die Polizei ihre Präsenz in der Innenstadt deutlich erhöht. Dabei seien noch weitere Provokationen beobachtet, Personalien festgestellt und ein 17-Jähriger vorläufig festgenommen worden.

Die Einstufung zum "gefährlichen Ort" beruhe jetzt auf der statistischen Auswertung des Lagebildes, in dem ein deutlicher Anstieg an Straftaten seit dem 1. Januar deutlich wurde, so die Polizei. Die Maßnahme gelte zunächst für vier Wochen, kann dann aber verlängert werden. Sie ermöglicht der Polizei, Personen alleine deshalb zu kontrollieren, weil sie sich an einem Ort aufhalten. Einen weiteren Anlass braucht es dafür nicht. Auch die Bergstraße in Kiel ist übrigens ein "gefährlicher Ort". Hier gilt darüber hinaus ein nächtliches Waffenverbot.