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Schleswig-Holstein So sehen die neuen Schutzpanzer aus
Nachrichten Schleswig-Holstein So sehen die neuen Schutzpanzer aus
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14:26 01.03.2019
Von Niklas Wieczorek
Das Landeswappen sitzt: Sönke Ortmann (links), Führer der Hundertschaft "Nordlicht 1", begrüßt die Einführung der neuen Schutzausrüstung. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Dass die Beamten ihre neue Schutzausrüstung in den Hundertschaften der schleswig-holsteinischen Polizei bequem tragen können, will Sönke Ortmann gar nicht behaupten. Der Führer der Hundertschaft "Nordlicht 1" aber freut sich, dass seine Beamten jetzt den "neuesten Standard" erhalten. Für 2500 neue Schutzausrüstungen und -helme gibt das Land Schleswig-Holstein in den kommenden drei Jahren insgesamt 3,4 Millionen Euro aus.

In der Vergangenheit hatte es in der Polizei immer wieder Kritik gegeben am Tragekomfort, teilweise von Gewerkschaftsseite auch an der Sicherheit. Auch die Polizei selbst verweist darauf, dass immer mehr Polizisten im Einsatz verletzt werden. Der G-20-Gipfel mit schweren Ausschreitungen in Hamburg tat sein Übriges.

Die neue Schutzausrüstung der Polizei Schleswig-Holstein im Detail

So sieht die Schutzausrüstung der Hundertschaften aus.

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"Mitte April werden die ersten Kräfte ausgestattet." Neben dem neuen Oberkörperschutz wird es Helme von einem anderen Hersteller geben: Zuvor kamen die Kopfbedeckungen von MSA, aktuell erfüllten lediglich Fabrikate von Schuberth die Sicherheitszertifikate, heißt es.

Alte Schutzausrüstung hatte mehrere Nachteile

"Die ältere Ausrüstung war eine völlig andere Bauart", erklärt Ortmann. "Zum Beispiel musste die Unterziehweste getragen werden, nur so konnte der maximale Schutz gegen Schuss-, Hieb- und Stichverletzungen erzeugt werden." Das Tragen mehrerer Lagen sei aber schwierig: "Beim Zwiebellook gibt es immer Scheuerstellen", sagt Ortmann. Und er nennt gleich etliche weitere Nachteile: Da der Schutz über den Kopf an- und ausgezogen werden musste, erschwerte er kurzes Belüften, den Toilettengang oder im schlimmsten Falle die ärztliche Versorgung.

Bis 2021 sollen alle Beamten der Landespolizei Schleswig-Holstein den neuen Schutzanzug mit Helm tragen können.

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