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Schleswig-Holstein Das Ende eines Traums
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10:26 31.08.2017
Von Bastian Modrow
Die Polizeiuniform hat er jetzt abgegeben. Damals war Ewane Makia, der in Kamerun geboren wurde, voller Optimismus: „Wenn man fleißig ist, ist in Deutschland alles möglich.“ Quelle: Thomas Gründemann/GdP
Kiel/Eutin

Hinter den Kulissen der Landespolizei sorgt die Dokumentation über den gebürtigen Kameruner für Diskussionen: Seit Juli ist der 29-Jährige gar nicht mehr im Polizeidienst.

„Die Reportage haben wir seit Februar gedreht, ausgestrahlt wurde der Beitrag erst jetzt“, sagte Ewane Makia am Mittwoch und sprach von einer „etwas misslichen Situation“. Zwar bestätigte Makia, bei der Landespolizei den Dienst quittiert zu haben. Über die Gründe, weshalb er die Ausbildung im Mittleren Dienst, die er erst im Herbst vergangenen Jahres begonnen hatte, abgebrochen hat, will der junge Mann nicht öffentlich sprechen. Auch das Landespolizeiamt darf sich aus Persönlichkeitsgründen nicht äußern.

Für die Behörde ist der Abgang des jungen Mannes misslich: Ewane Makia war der Öffentlichkeit als Vorzeige-Anwärter präsentiert worden, als erster Polizeischüler mit afrikanischen Wurzeln. Das Landespolizeiamt produzierte sogar selbst Imagevideos. Die Eutiner Polizeischule war im Sommer 2016 wegen Rassismusvorwürfen in die Schlagzeilen geraten. Makia wurde in den Videos als Musterbeispiel für die gelungene Integration von Migranten in der Polizei dargestellt.

Tatsächlich soll es Differenzen mit einzelnen Ausbildern und Neid unter den Polizeianwärtern gegeben haben. „Ewane hat es echt schwer gehabt“, heißt es in Eutin. Zuletzt hätten außerdem die schulischen Leistungen des 29-Jährigen spürbar nachgelassen.

Makia will von all dem nichts wissen. Im Gegenteil: Er sagt noch immer: „Ich stehe voll hinter der Polizei.“ Und aufgegeben hat er ebenfalls noch nicht: „Es war ein Kampf für mich, überhaupt zur Polizei zu kommen, und der Einstieg war sehr schwer. Aber ich weiß, dass dieser Beruf genau das Richtige für mich ist.“

Darum will es Ewane Makia mit der Ausbildung zum Polizisten erneut versuchen – zur Not in einem anderen Bundesland.

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