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Schleswig-Holstein Prien: Handlungsbedarf nach Pisa-Studie
Nachrichten Schleswig-Holstein Prien: Handlungsbedarf nach Pisa-Studie
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11:57 03.12.2019
Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat sich besorgt über die Ergebnisse der deutschen Schüler bei der Vergleichsstudie Pisa geäußert. Quelle: Marijan Murat/dpa (Symbolfoto)
Kiel

"Die Erkenntnis, dass ein Fünftel der 15-Jährigen in Deutschland den Sinn von Texten kaum richtig erfassen kann, muss uns alarmieren", sagte Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Für eine Land, dass auf Spitzenleistungen in allen Bereichen angewiesen ist und zunehmend mit Fachkräftemangel umgehen muss, besteht deshalb Handlungsbedarf."

Grundsätzlich sei es zwar erfreulich, dass die Leistungen der deutschen Schulen noch über dem internationalen Durchschnitt liegen, sagte Prien. Das sei auch ein Verdienst der Lehrer, die angesichts einer immer heterogeneren Schülerschaft gute Arbeit leisteten. Allerdings sänken die Kompetenzen in allen drei Kompetenzbereichen ab.

Leseförderung aufgebaut

"Auch bleibt es dabei, dass der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg nach wie vor zu groß ist", sagte Prien. Schleswig-Holstein habe eine umfassende Leseförderung in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I aufgebaut. Parallel würden mathematische Kompetenzen gefördert. "Außerdem bilden wir Lehrkräfte zu Lesecoaches aus und es gibt eine Vielzahl von Projekten zur Förderung von Lesen und Sprache, zum Beispiel "Fake Hunter" oder "Zeitung in der Schule"."

Die deutschen Schüler haben sich in dem internationalen Leistungsvergleich Pisa leicht verschlechtert. Sowohl im Lesen als auch in Mathematik und Naturwissenschaften erzielten sie etwas weniger Punkte als bei der vorherigen Pisa-Studie, die 2016 veröffentlicht wurde.

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Von dpa/RND

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