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Schleswig-Holstein Wolf: Weg frei für den Abschuss
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17:06 22.01.2019
Von Heike Stüben
Dieser Wolf lebt in einem Wildpark. Von dem jungen Rüden GW 924, der nun geschossen werden darf, gibt es bisher keine Fotos. Quelle: Patrick Pleul
Kiel

„Es hat sich bestätigt, was wir ohnehin vermutet haben: Die Risse gehen auf das Konto des Wolfs“, sagte Umweltstaatssekretärin Anke Erdmann. In sechs Fällen sei im Kreis Pinneberg ein Wolf mit dem Haplotyp HW01 aktiv gewesen ist. In dem Bereich ist derzeit kein anderer Wolf als ein Rüde mit der offiziellen Bezeichnung GW 294m nachgewiesen.

Antrag auf Abschuss ist schon gestellt

Dieser Wolf hatte Ende November 2018 erstmals in Schleswig-Holstein bei Westerhorn einen als wolfsicher eingestuften Schutzzaun überwunden und Schafe gerissen. Es folgten weitere Angriffe wie in Hemdingen und  Bilsen bei Quickborn, wo er drei Schafe auf zwei Weiden mit Wolfsabwehrzäunen getötet hat. Für Wölfe mit diesem Verhalten kann das Land ausnahmsweise eine Abschussgenehmigung erteilen, wenn ein entsprechender Antrag gestellt wird. Dieser Antrag liegt laut Ministerium bereits vor.  "Wir gehen davon aus, dass wir den Antrag genehmigen können, derzeit prüfen wir letzte Fragen. Zudem stehen wir mit der Landesjägerschaft bei der Suche nach geeigneten Jägerinnen und Jägern für diese schwierige Aufgabe in enger Abstimmung. Die Landesjägerschaft hat uns zugesagt bis Ende dieser Woche eine Rückmeldung zu geben, ob sie geeignete Jäger benennen kann", so Erdmann.

Antrag macht Vorgaben

Den Antrag stellen können betroffene Weidetierhalter oder Verbände. Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) legt bei einer Genehmigung genau fest, wo genau und wie lange die Jagd genehmigt wird. Der Antragsteller muss dann mit dem Abschuss einen Jäger beauftragen. Sowohl Antragsteller als auch Jäger werden vom Land aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben.

Übersicht: Wolfssichtungen in Schleswig-Holstein

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