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Schleswig-Holstein Schüler streiken für Klimaschutz
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17:10 11.12.2018
Von Heike Stüben
Wie hier in Düsseldorf wollen Schüler in Schleswig-Holstein am Freitag für mehr Klimaschutz und den sofortigen Kohleausstieg demonstrieren. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Kiel

Vorbild für die Klimaschutz-Aktion vor dem Landeshaus in Kiel am 14. Dezember 2018 (8 Uhr) ist die 15-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg aus Schweden, die im August und September tagelang vor dem Reichstag in Stockholm im Klimastreik saß. Ihrem Aufruf folgen seither immer mehr Schüler weltweit - in Deutschland gab es unter anderem einen Streik von Berliner Schülern.

"Das ist mir der Klimaschutz wert"

In Schleswig-Holstein verbreitet sich der geplante Schulstreik zum Klimaschutz aktuell in den sozialen Netzwerken. Der Protest organisiere sich selbst, heißt es. "Wir lernen für unsere Zukunft, aber wir appellieren an die Erwachsenen: Bitte sorgt auch dafür, dass wir eine Zukunft haben ", erklärt die Schülerin Mirja (17) aus Kiel.

Sie wird bei dem Schüler- und Bildungsstreik mitmachen und sich auch nicht von dem Streikverbot für Schüler abhalten lassen. "Das Schlimmste was passieren kann, ist, dass ich den Freitag als Fehlstunden angerechnet bekomme. Das ist mir diese existenzielle Frage des Klimaschutzes mehr als wert. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden." Unterstützt  wird die Aktion von der TurboKlimaKampfGruppe Kiel (TKKG), Studenten der Kieler Universität und BUND-Jugend.

Klimaschutz so wichtig wie die Ausbildung

Die Schülerinnen und Schüler wollen mit der Aktion zeigen, dass der Kohleausstieg und der Klimaschutz genauso wichtig für ihre Zukunft sind, wie eine ordentliche Ausbildung, erklärt Kristina Rauf von der BUND-Jugend Schleswig-Holstein, "denn obwohl der Klimawandel längst zu einer realen Bedrohung für die zukünftige Gesellschaft geworden ist, werden Kohle, Öl und Gas weiter abgebaut."

Das Thema sei umso brisanter, da sich noch bis 14. Dezember 2018 die Vertragsstaaten der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel (UNFCCC) in Katowice in Polen über die Umsetzung des 2015 beschlossenen Pariser Klimaabkommens zu verhandeln.

Die Zeit für Entscheidungen auf der Konferenz drängt nach Meinung von TKKG: Die Entwicklungen der globalen CO2-Emissionen zeigten, dass die Welt zurzeit von dem in Paris vereinbarten Fahrplan zur Bekämpfung des Klimawandels weit entfernt sei.

"Die jungen Leute sind die Leidtragenden"

„Die Leidtragenden des Klimawandels werden vor allem die nachfolgenden Generationen sein. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Stimmen der jungen Leute Gehör finden“, sagte Rauf den BUND-Jugend.Die heutige Erwachsenen-Generation sei die letzte, die das Schlimmste noch abwenden könne.

So ganz konkret nennt es die Landespolizei Schleswig-Holstein nicht: Aber die "verstärkten Kontrollen in der Vorweihnachtszeit" gegen Alkohol und Drogen am Steuer bis einschließlich Sonntag richten sich wohl zuvorderst gegen Glühweintrinker und andere Alkoholkonsumenten auf den Weihnachtsmärkten.

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