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Schleswig-Holstein Messerstecher droht die Psychiatrie
Nachrichten Schleswig-Holstein Messerstecher droht die Psychiatrie
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19:50 12.11.2019
Von Thomas Geyer
Das Landgericht Kiel verhandelt gegen einen psychisch kranken Mann. Quelle: Angelika Warmuth
Kiel

Seit gestern muss sich der mutmaßliche Messerstecher wegen gefährlicher Körperverletzung in fünf Fällen vor dem Kieler Landgericht verantworten. Für den 29-Jährigen geht es in dem Sicherungsverfahren um die dauerhafte Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie. Zur Tatzeit soll der in Neumünster geborene Mann schuldunfähig gewesen sein, weil er das Unrecht seines Handelns aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht erkennen konnte. Nach dem Ergebnis eines vorläufigen Gutachtens ist davon auszugehen, dass der Mann eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt.

Oberstaatsanwalt Bernd Winterfeldt verlas zum Prozessauftakt den Tatvorwurf. Danach stach der 29-Jährige erstmals am 16. Mai gegen fünf Uhr morgens zu: Einem Fußgänger verpasste er im Vorbeigehen zunächst einen Schlag in den Nacken und stach, als dieser sich zu ihm umdrehte, in Oberarm und rechten Brustkorb. Am späten Abend desselben Tages stach er einem 15-jährigen in den Oberschenkel. Am nächsten Tag attackierte er einen Passanten auf dem Weg zur Arbeit hinterrücks mit einem Stich ins Gesäß. Gegen 23.30 Uhr überfiel der Täter eine Passantin und stach ihr unvermittelt in den rechten Oberschenkel.

Prozess stand bereits auf der Kippe

Der Beschuldigte stellte sich am Morgen des 18. Mai gegen 6.45 Uhr auf einem Polizeirevier – eine halbe Stunde nach der letzten Messerattacke. Nach eigenen Angaben hatte er in Tatortnähe ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft. Wegen Wiederholungsgefahr kam er in U-Haft. Vor drei Wochen ordnete das Landgericht seine vorläufige Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik in Neustadt an.

Weil die Festnahme des mutmaßlichen Täters sechs Monate zurückliegt, stand ein Haftprüfungstermin an. Um nicht die Freilassung des Beschuldigten zu riskieren, eröffnete die Strafkammer den Prozess gestern und setzte damit die Frist außer Kraft. Anfang Dezember sollen die Opfer aussagen.

Eine abgebissene Fingerkuppe hat einen 35 Jahre alten Mann als Tatverdächtigen einer versuchten Vergewaltigung überführt.

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