Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Razzia in Bordellen gegen mutmaßliche Schleuser in Norddeutschland
Nachrichten Schleswig-Holstein Razzia in Bordellen gegen mutmaßliche Schleuser in Norddeutschland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:15 03.06.2020
Berlin: Illustrationsfoto - Polizeibeamte führen mit Handschellen einen festgenommenen Mann nach einer Razzia in einem Wohnhaus in Tempelhof ab. Quelle: Paul Zinken/dpa/Archivbild
Anzeige
Itzehoe

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Schleuser in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen sind am Mittwoch zwölf bordellähnliche Betriebe, Firmen und Wohnungen durchsucht worden. 250 Beamte der Bundespolizei seien dabei im Einsatz gewesen, teilte ein Sprecher am Abend mit.

Vier Beschuldigte stünden im Verdacht, in mehreren Fällen thailändische Staatsangehörige in bordellähnliche Betriebe in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen eingeschleust zu haben. Die dabei erzielten Gewinne seien in die Taschen der Beschuldigten geflossen und hätten zur Finanzierung eines luxuriösen Lebens beigetragen.

Anzeige

Die Bundespolizei ermittelt demnach seit September 2019 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe gegen die vier Beschuldigten wegen des dringenden Tatverdachts des Einschleusens von Ausländern, der Urkundenfälschung sowie der Geldwäsche und zahlreicher Betrugsstraftaten.

58-Jähriger vorläufig festgenommen

Die Einsatzkräfte griffen den Angaben zufolge sieben thailändische Staatsangehörige auf, die sich illegal in Deutschland aufhielten, und nahmen einen 58-jährigen Beschuldigten vorläufig fest.

Wie das „Hamburger Abendblatt“ auf berichtete, wurden zwei Bordelle in Pinneberg und Hamburg durchsucht. Insgesamt seien sechs Objekte in Hamburg und jeweils drei Objekte in Schleswig-Holstein und Niedersachsen durchsucht worden, teilte die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt am Abend mit.

Von RND/dpa

KN-online (Kieler Nachrichten) 03.06.2020
Niklas Wieczorek 04.06.2020