In der Rocker-Affäre erhöht Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) den Druck und räumt dem von ihm eingesetzten Sonderermittler Klaus Buß (SPD) deutlich mehr Befugnisse ein. Buß hatte das Innenministerium 2000 bis 2005 geleitet.
Von Bastian Modrow
Klaus Buß (75, SPD, hier ein Bild von 2005 aus seiner Zeit als Innenminister) war Ende Juli als Sonderbeauftragter des Innenministeriums berufen worden. Er soll im Auftrag von Hans-Joachim Grote (CDU) die Rocker-Affäre untersuchen.
Quelle: Michael August (Archiv)
Kiel
In einem internen Schreiben, das KN-online vorliegt, fordert Grote für ihn „uneingeschränkte Kooperation auf allen Ebenen“ ein. Grote entbindet alle a...
Bei der Aufarbeitung der Rocker-Affäre um die schleswig-holsteinische Landespolizei gibt es Ärger im Landtag. Die SPD-Fraktion kritisierte am Mittwoch, ihr Justiziar sei mit der Begründung rechtlicher Bedenken aus der Akteneinsicht herausgeworfen worden.
Die parlamentarische Aufarbeitung der Rocker-Affäre bei der Landespolizei beginnt später: In einem Schreiben an die Mitglieder des Innen- und Rechtsausschusses des Landtags kündigt Innen-Staatssekretär Torsten Geerdts (CDU) an, dass die angeforderten Akten erst Ende September übersendet werden.
Aktenmanipulation, Mobbing, zweifelhafte Informanten – die Spitze der Landespolizei Schleswig-Holstein steht seit Wochen in der Kritik. Im KN-Interview spricht nun Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Berlin, über das Thema.