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Schleswig-Holstein Hubschrauber machen Sorgen
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19:45 23.10.2015
Von Frank Behling
Sea-King-Hubschrauber im Ostsee-Einsatz – solche Bilder sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Technische Probleme legen immer wieder Maschinen lahm. Quelle: Frank Behling
Rostock

Trotz dieses Mangels sei die Seenotbereitschaft an der deutschen Küste bestehen geblieben. Am Fliegerhorst in Nordholz steht eine Maschine für Notfälle bereit. Dass diese Maschine dringend notwendig ist, zeigten die Einsätze der Seenotretter in dieser Woche. Am Dienstag rettete die Besatzung des einzigen einsatzbereiten Sea-King-Hubschraubers vor Grömitz einen in Not geratenen Segler.

 In der Woche war von 22 Sea-Lynx-Hubschraubern zudem nur eine Maschine einsatzklar. 15 dieser Bordhubschrauber standen in Nordholz. Zwei befinden sich auf der Fregatte „Hamburg“ im Mittelmeer. Bei den deutlich älteren Sea-King-Hubschraubern hatte sich die Lage kurzzeitig auch dramatisch verschärft. Es wurden Schäden an Kabelbäumen an mehreren Maschinen festgestellt. Folge: Nur eine Maschine war in der Woche einsatzklar. Eine zweite Maschine war an Bord eines Versorgers im Mittelmeer eingeschifft.

 Ein Sprecher des Marinekommandos bestätigte, dass bei drei Maschinen kurzfristige Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich geworden seien. Das führte zum reduzierten Klarstand in dieser Woche. Derzeit arbeitet die Marine fieberhaft an den Reparaturen. Noch am Wochenende werden erste Erfolge erwartet, so dass zumindest zwei Maschinen am Fliegerhorst in Nordholz für Einsätze bereit stehen. Bis das aber so weit ist, müssen dänische, schwedische oder polnische Hubschrauber mit aushelfen, falls es zu einer größeren Notlage in der Ostsee kommt.

 Die SAR-Bereitschaft der Marine mit einem Hubschrauber sei aber durchgängig gegeben gewesen, so der Marinesprecher. Bei größeren Unglücken – wie 2010 beim Brand der „Lisco Gloria“ oder dem Feuer auf der „Purble Beach“ im Mai – werden meist jedoch zwei bis drei Hubschrauber benötigt. Deshalb ist die Bereitschaft mit nur einer Maschine eine Notlösung.

Vom Kettenrasseln und Grollen der Panzer ist zum Glück schon lange nichts mehr zu hören: Seit acht Jahren ruht der Übungsbetrieb auf dem ehemaligen Bundeswehr-Gelände in der Nordoer Heide. Seitdem hat die Natur rund um die Binnendünen die Regie übernommen.

Joachim Welding 23.10.2015

Große Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber stehen in Schleswig-Holstein nicht an. „Wir verfallen nicht in Aktionismus“, sagte Innenminister Stefan Studt (SPD), „es werden keine Massenabschiebungen stattfinden. Vielmehr geht es darum, auch in einer neuen Rechtslage geordnete Verfahren zu bewahren.“

Deutsche Presse-Agentur dpa 23.10.2015

Passend zum Tag des Einbruchschutzes hat die Kieler Polizei in der Nacht zu Freitag drei Männer vorläufig festgenommen, die im Verdacht stehen, kurz zuvor in einen Kiosk in der Reichenberger Allee eingebrochen zu sein. Gegen 00.45 Uhr hörte eine Frau, wie eine Scheibe zerschlagen wurde. Sie sah zwei dunkel gekleidete Personen weglaufen und beschrieb diese den Kollegen am Telefon, die daraufhin mehrere Streifenwagen in den Bereich schickten.

 

  

KN-online (Kieler Nachrichten) 23.10.2015