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Schleswig-Holstein Kaum Selbstanzeigen von Steuersündern
Nachrichten Schleswig-Holstein Kaum Selbstanzeigen von Steuersündern
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08:47 05.02.2019
Bei den Finanzämtern in Schleswig-Holstein melden sich kaum noch reuige Steuersünder. Quelle: Armin Weigel/dpa
Kiel

Viele der Selbstanzeigen in den vergangenen Jahren standen im Zusammenhang mit Daten-CDs aus der Schweiz, die deutsche Steuerbehörden gekauft hatten. Sie enthielten Daten von Depots deutscher Bürger auf Schweizer Banken, die oft schon vor Jahrzehnten eingerichtet wurden.

Die Mehrsteuern aufgrund von Selbstanzeigen zu Kapitalanlagen im Ausland gab das Ministerium für 2018 mit nicht ganz 403 000 Euro an. Seit 2010 kamen auf diesem Weg bei insgesamt 2152 Anzeigen knapp 131,7 Millionen Euro zusammen. Die nacherklärten Einnahmen aus Kapitalvermögen summierten sich 2018 auf fast 1,3 Millionen Euro. Seit 2010 waren es insgesamt nahezu 390 Millionen Euro.

Finanzministerin Monika Heinold zieht positive Bilanz

Die Mehreinnahmen seit 2010 seien "der Allgemeinheit zugutegekommen", sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). "Es war goldrichtig, die Anforderungen an die Straffreiheit bei der Selbstanzeige zu verschärfen und die Zusammenarbeit mit den Schweizer Steuerbehörden zu verbessern." Doch es gebe noch eine Menge zu tun, um Steuervermeidung und Steuerhinterziehung weiter einzudämmen. "Schleswig-Holstein hat dazu mit der Anzeigepflicht für Steuergestaltungsmodelle und mit dem Schließen von Steuerschlupflöchern bei der Grunderwerbsteuer zwei wichtige Initiativen auf den Weg gebracht."

Von RND/dpa

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