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Schleswig-Holstein Atom-U-Boot "Smolensk" auf Heimatkurs
Nachrichten Schleswig-Holstein Atom-U-Boot "Smolensk" auf Heimatkurs
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13:27 03.08.2019
Von Frank Behling
Das russische Atom-U-Boot "Smolensk" war drei Wochen in der Ostsee unterwegs. Seit Sonnabend ist es wieder auf Heimatkurs ins Nordmeer. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Die "Smolensk" ist nach der "Orel" und der "Dmitriy Donskoy" das dritte Atom-U-Boote der russischen Nordflotte, das seit 2017 in die Ostsee geschickt wurde. Das Ziel der Reise war die Teilnahme an Übungen und einer großen Flottenparade in St. Petersburg.

Mehr als 10.000 Soldaten beteiligt

Unterdessen läuft ein weiteres großes Manöver der Russen: Am Montag hatte die russische Marine auf der Ostsee das Seemanöver "Ocean Shield 2019" gestartet. Bis zum 9. August sollen nach russischen Marineangaben 49 Kampf- und 20 Hilfsschiffe sowie 58 Flugzeuge an dem Manöver auf der Ostsee teilnehmen. Die größte Einheite der Manöverflotte ist neben dem U-Boot "Smolensk" der Raketenkreuzer "Marshall Ustinov".

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An "Ocean Shield 2019" sind Einheiten der Ostseeflotte, der Nordflotte und der Schwarzmeerflotte beteiligt. Nach Angaben der russischen Marine sollen es 10.000 Soldaten sein.

Damit hat Russland das von den USA im Juni in der Ostsee veranstaltete Manöver "Baltops 2019" übertroffen. Unter Führung der amerikanischen und britischen Marine hatten vor der Kieler Woche auf der Ostsee 55 Schiffe, 36 Flugzeuge und 8600 Soldaten den Ernstfall geübt.

"Raketenschlacht" gehört zum Programm

Für die russische Marine begann jetzt mit der "Smolensk" bereits die erste Abreisewelle. Begleitet von dem Schlepper "Nikolay Chiker" und dem Spezialschiff "Elbrus" passierte das 155 Meter lange und fast 15.000 Tonnen verdrängende U-Boot kurz vor 5 Uhr am Sonnabend den Fehmarnbelt.

In einem Bereich der Ostsee setzen die Einheiten der russischen Marine ihr Manöver fort. Dabei sollen in einem Seegefecht auch Marschflugkörper eingesetzt werden. Teil der Übung war laut russischer Marine auch eine "Raketenschlacht" und die Abwehr einer Blockade durch feindliche Schiffe.

Deutsche Marine beobachtet auch

Einheiten aus Nato-Staaten sowie von Schweden und Finnland beobachten das russische Manöver. Die dänische Marine begleitet außerdem die Bewegungen der russischen Schiffe in der Kadetrinne, dem Fehmarnbelt sowie im Großen Belt.

Die deutsche Marine hat zur Beobachtung der russischen Aktivitäten das Flottendienstboot "Oste" auslaufen lassen. Das aus Eckernförde stammende Aufklärungsschiff ist mit modernster Elektronik zur Ortung und Überwachung von Funk- und Radaranlagen ausgestattet.

Bastian Modrow 05.08.2019
Christin Jahns 03.08.2019
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