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Schleswig-Holstein Wer soll gegen Günther antreten?
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07:00 25.04.2019
Der Wunschkandidat steht nicht zur Verfügung: Kiels OB Ulf Kämpfer will 2022 nicht als SPD-Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein antreten.
Kiel

Beide ließen am Mittwoch offen, ob sie Ministerpräsident Daniel Günther (45, CDU) herausfordern wollen. OB Kämpfer betonte, dass er sich auf seine Wiederwahl im Oktober konzentrieren und in Kiel mindestens eine weitere Amtszeit als Verwaltungschef arbeiten wolle. „Ich werde 2022 nicht als Spitzenkandidat der SPD in Schleswig-Holstein antreten“, sagte der 46-jährige Jurist. Kämpfer galt vielen in der Nord-SPD als Wunschkandidat, der auch bürgerliche Wähler anspricht.

SPD-Chefin Midyatli nahm Kämpfers Korb gelassen. „In der Nord-SPD mangelt es nicht an qualifizierten Kandidaten“, sagte die 43-jährige Landtagsabgeordnete. „Wir werden jemanden finden, der Ministerpräsident Günther ordentlich einheizt.“ Auf die Nachfrage, ob sie selbst den Hut in den Ring wirft, legte Midyatli sich nicht fest.

"Kämpfer ist ein Aushängeschild der SPD"

Klar ist, dass sie als Parteichefin den ersten Zugriff auf die Spitzenkandidatur hat und mit einem Team antreten könnte. Für Kämpfer fand Midyatli warme Worte. „Ich freue mich sehr, dass wir in Kiel einen hervorragenden Oberbürgermeister haben.“ Sie wolle Kämpfer als Berater in die Landespartei einbinden. „Er ist auch ein Aushängeschild für die SPD.“

Im roten Kandidatenboot sitzt auch Flensburgs OB Lange. Die 42-jährige Kriminalbeamtin ließ offen, ob sie zu einer Spitzenkandidatur bereit ist. „Die Entscheidung sollte die SPD mit ihren Mitgliedern treffen.“ Ziel müsse dabei sein, den Kandidaten aufzustellen, „mit dem wir am besten gewinnen können“. Lange ist in der Nord-SPD wegen ihrer Bewerbung um den Vorsitz der Bundespartei vor einem Jahr nicht unumstritten. Hinzu kommt eine Terminkollision: Die nächste OB-Wahl in Flensburg dürfte im Jahr der Landtagswahl stattfinden.

Von Ulf B. Christen

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