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Schleswig-Holstein Lange wurde mit Schröder-Mail getäuscht
Nachrichten Schleswig-Holstein Lange wurde mit Schröder-Mail getäuscht
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16:37 15.02.2018
Die gefälschte Mail ging an die Flensburger Oberbürgermeisterin Lange, nachdem sie ihre Kandidatur für den SPD-Bundesvorsitz ankündigte.  Quelle: Christian Charisius/dpa
Hannover/Flensburg

"Wir haben die Meldung erst für einen Karnevalsscherz gehalten", sagte Schröders Büroleiterin Sigrid Krampitz der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Da hat sich jemand den Namen Gerhard Schröder angeeignet." Der Deutschen Presse-Agentur teilte das Berliner Büro des Altkanzlers mit, dass es keine Mail Schröders an Lange gegeben habe.

Auch Lange selbst erhielt vom Büro Schröder die Auskunft, dass Schröder ihr keine Mail geschrieben habe. "Tatsächlich liegt mir aber eine E-Mail vor. Wenn das eine Fälschung sein sollte, dann kann ich nur sagen, dass ich das verurteile", sagte sie.

Zuvor hatte sie erklärt, sie sei durchaus überrascht von dem sehr persönlichen Anschreiben gewesen, zumal sie Schröder persönlich gar nicht kenne. Sie habe das Schreiben so verstanden, dass der Altkanzler es lieber gesehen hätte, wenn Ruhe herrsche. "Aber man kann Ruhe nicht verordnen", sagte Lange.

Die SPD will auf einem Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden über die Nachfolge des zurückgetreten Parteichefs Martin Schulz entscheiden. Präsidium und Parteivorstand haben sich für Bundestagsfraktionschefin Nahles ausgesprochen. Es haben bereits mehrere SPD-Politiker aus den hinteren Reihen angekündigt, als Gegenkandidaten anzutreten - darunter auch Oberbürgermeisterin Lange. Bis zur Wahl wird der dienstälteste Parteivize, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, die SPD kommissarisch führen.

Von dpa

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