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Schleswig-Holstein 14 Grundschulen haben keine Leitung
Nachrichten Schleswig-Holstein 14 Grundschulen haben keine Leitung
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12:09 24.11.2018
Von Christian Hiersemenzel
Nicht jeder Grundschullehrer will Leiter seiner Schule werden. Die SPD fordert nun vom Bildungsministerium, mehr konkrete Anreize für solche Posten zu schaffen. Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Kiel

An 19 Grundschulen fehlten demnach die stellvertretenden Leiter. Die Landesregierung gehe davon aus, dass die von Jamaika geplante schrittweise Anhebung der Besoldung von A12 auf A13 an den Grundschulen für potenzielle Bewerber einen zusätzlichen Anreiz bietet, heißt es. Zum 1. August nächsten Jahres wolle man in einem ersten Schritt den Schulleitern mehr Geld geben. Allerdings stehe ein entsprechender Landtagsbeschluss noch aus, sodass man mit dieser Information in Stellenausschreibungen noch nicht werben könne.

Prien sieht kein Problem

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sprach auf Anfrage von einem herausfordernden Rollenwechsel: „Vom Pädagogen zum Manager – das will nicht jeder, das ist eine sehr persönliche Entscheidung“. Zugleich bestritt sie, dass es im Norden grundsätzlich ein Schulleiter-Problem gebe. „Natürlich haben wir die in einem so großen System normalen Vakanzen.“ Man arbeite aber an einer gezielten Personalentwicklung.

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SPD fordert mehr als Geld

Oppositionspolitiker Habersaat forderte Prien auf, die Vakanzen rasch abzubauen. „Wenn man die Nachrichtenblätter des Ministeriums für die letzten drei Monate durchsieht, findet man nur wenige Ausschreibungen für Schulleitungsstellen.“ Angesichts der vielfältigen Aufgaben, die jede Schule zusätzlich zum Unterricht bewältigen müsse, „erwarten wir von der Landesregierung nicht nur Appellkampagnen, sondern Vorschläge, wie sie solche Funktionsstellen attraktiver machen will“. Die Anhebung der Besoldung sei ein guter erster Schritt. Allerdings müssten die Unterrichtsverpflichtung von Schulleitern gesenkt und ihre Verfügungsstunden zur Gestaltung der Schulentwicklung aufgestockt werden.