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Schleswig-Holstein Staatsanwalt fordert zehn Jahre Haft
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14:58 26.06.2019
Als Lebensgefährte der Mutter sollte der Angeklagte im November 2018 auf deren Kind aufpassen. Quelle: Christian Charisius
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Itzehoe

Der Verteidiger sah den Anklagevorwurf nach der einwöchigen Beweisaufnahme dagegen nicht bewiesen. Statt auf Totschlag plädierte er auf 18 Monate auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung. „Was ich dem Kind und den Betroffenen angetan habe, tut mir leid“, sagte der Angeklagte mit tränenerstickter Stimme.

Als Lebensgefährte der Mutter sollte er im November 2018 auf deren Kind aufpassen. Zeugen hätten ihn als fürsorgliche, liebevoll und geduldig Vater beschrieben, sagte der Verteidiger. Als sein Mandant mit dem Kind allein war, habe er Notruf alarmiert, weil der zwei Monate alte Säugling nicht mehr geatmet habe.

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Schütteltrauma bei Baby diagnostiziert

Ärzte diagnostizierten später bei dem Baby ein Schütteltrauma, blaue Flecken am Körper und gebrochene Rippen. „Das war der Angeklagte“, sagte der Staatsanwalt. Motiv des eifersüchtigen Mannes sei Wut auf die Mutter gewesen. Einen spontanen Ärger über die Frau am Tatabend habe er an dem Kind ausgelassen.

Der Angeklagte stritt ab, das Baby geschüttelt zu haben. Er habe nur „Hoppe, hoppe Reiter“ mit ihm gespielt. Auf die Frage nach dem Ursprung der Verletzungen des Kindes, sagte sein Verteidiger: „Noah war auch alleine mit anderen Erwachsenen zusammen.“

Das Urteil soll am Donnerstag gesprochen werden.

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Von dpa

Heike Stüben 26.06.2019
26.06.2019