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Schleswig-Holstein Schafzüchter aus MV fordern Abschuss von „Problemwolf GW924m“
Nachrichten Schleswig-Holstein Schafzüchter aus MV fordern Abschuss von „Problemwolf GW924m“
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09:32 19.11.2019
Ein Europäischer Wolf (Canis lupus lupus) streift durch den Wald. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Schwerin/Kiel

Der als Problemwolf bekannte Rüde „GW924m“ soll nach Forderungen des Landesschafzuchtverbands Mecklenburg-Vorpommern sofort getötet werden. Die Abschussgenehmigung aus Schleswig-Holstein müsse auch im Nachbarland gelten, sagte der Vorsitzende des Verbands, Jürgen Lückhoff, am Dienstag. „Der Rüde hat das Töten von Nutztieren ja nicht verlernt, nur weil er über die grüne Grenze gelaufen ist“, erläuterte Lückhoff. Das zeige der Vorfall bei Grambow (Nordwestmecklenburg).

Schwarzkopf-Schafe von Schäfer Opriel stehen auf einer Weide Quelle: Caroline Seidel/dpa

Problemwolf hat Nutztiere bei Grambow gerissen

Am Montag hatte das Umweltministerium in Schleswig-Holstein mitgeteilt, dass „GW924m“ sehr wahrscheinlich nach Mecklenburg-Vorpommern weitergezogen sei. Eine DNA-Probe habe bestätigt, dass das Raubtier am 26. Oktober bei Grambow (Landkreis Nordwestmecklenburg) Nutztiere gerissen hat. Das Kieler Umweltministerium unter Jan Philipp Albrecht (Grüne) hatte nach etlichen Rissen des Wolfes, der auch Herdenschutzzäune überwand, eine „Allgemeinverfügung“ erlassen. Danach hätte das Tier in den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg von registrierten Jägern geschossen werden können, was nicht klappte.

Das Schweriner Agrarministerium erklärte dazu, es werde geprüft, „ob die Situation in Mecklenburg-Vorpommern mit der in Schleswig-Holstein im Hinblick auf die Erteilung einer artenschutzrechtlichen Ausnahme zur Tötung des Wolfes vergleichbar ist“.

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Von Winfried Wagner