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Schleswig-Holstein Hebammen kritiseren neue Regelung
Nachrichten Schleswig-Holstein Hebammen kritiseren neue Regelung
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07:00 06.02.2018
Von Heike Stüben
Es werden wieder mehr Babys geboren. Doch weil Hebammen nur noch Teilzeit arbeiten oder den Beruf verlassen, haben Schwangere zunehmend Probleme, eine Hebamme zu finden. Eine Neuregelung sollte diese Jahr Abhilfe schaffen. Quelle: Arno Burgi, dpa
Kiel

Seit Jahresbeginn dürfen Beleghebammen in Kliniken nur noch zwei Frauen gleichzeitig betreuen, eine dritte maximal eine halbe Stunde – dann muss eine Kollegin oder ein Kollege dazukommen. Das Problem: Diese Regelung gilt nicht für die angestellten Hebammen. Für sie gibt es weiterhin keine Begrenzung, wie viele Frauen sie parallel betreuen.

Nur jede vierte Hebamme in der Geburtshilfe

Doch die Arbeitsverdichtung bei den angestellten Hebammen ist für die Präsidentin das Deutschen Hebammenverbandes, Ulrike Geppert-Orthofer, die wesentliche Ursache dafür, dass immer mehr Hebammen nur in Teilzeit arbeiten oder den Beruf verlassen und als Folge Frauen unter der Geburt abgewiesen werden müssen. Nur noch jede vierte Hebamme arbeite überhaupt noch in der Geburtshilfe. "Doch die Arbeitsüberlastung der angestellten Hebammen wird in der Neuregelung gar nicht angegangen", kritisieren auch die Kieler Hebammen Martina Piol und Eva Stöbel. 

Keine Verbesserung für Beleghebammen

Für die Beleghebammen bringe die Neuregelungen jedoch nichts. „Wir konnten als Freiberuflerinnen schon immer bestimmen, wie viele Frauen wir betreuen, und es ist unser Anspruch, eine Frau, maximal zwei Frauen unter der Geburt parallel zu begleiten.“ Die neue Begrenzung gelte aber nicht nur für Geburten, sondern für betreute Frauen. „Wenn also zwei Frauen an einen Wehenschreiber müssen, eine dritte zur Vorsorge kommt, und dann Frauen telefonisch beraten werden müssen, dann darf ich das nicht mehr allein, obwohl ich es problemlos bewältige“, sagt Piol.

Im Städtischen Krankenhaus Kiel, in dem ausschließlich Beleghebammen arbeiten, wurden deshalb zusätzliche Bereitschaftsdienste eingerichtet. „Bei uns ist das mit 30 Beleghebammen kein Problem. Aber für Kliniken, die ohnehin zu wenig Beleghebammen haben, wird das schwierig. Am Ende müssen die angestellten noch mehr Frauen betreuen."

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