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Schleswig-Holstein Mit "Uta" kündigt sich der nächste Sturm an
Nachrichten Schleswig-Holstein Mit "Uta" kündigt sich der nächste Sturm an
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13:40 13.02.2020
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Der nächste Sturm kündigt sich an: In Schleswig-Holstein soll es am Wochenende stark windig und regnerisch werden. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Dass es im Februar stürmisch sein kann, ist nichts Besonderes, sagt der Wetterexperte Sebastian Wache von Wetterwelt mit Sitz in der Schauenburger Straße in Kiel. „Winterstürme hat es immer schon gegeben.“ Dass es aber über einen so langen Zeitraum so viel regnet und windet, sei ein außergewöhnliches Phänomen. Grund für das Wetter ist ein Tiefdruckgebiet, das sich übermäßig hartnäckig über dem Atlantik hält.

Nach einer kurzen Atempause mit Sonnenschein und wenig Regen soll am späten Sonnabend und am Sonntag das nächste Sturmtief auf Schleswig-Holstein zukommen. "Uta" soll aber weniger schlimm sein als Sturmtief "Sabine", so Sebastian Wache. Anders schätzt der Deutsche Wetterdienst die Lage ein.

Sturmtief "Uta" bringt starke Regenfälle nach Schleswig-Holstein

Neben Windstärken von acht bis zehn im Inland und bis zu elf an den Küsten erwarte man auch langanhaltende, starke Regenfälle. „Uta“ könnte eine ähnliche Qualität wie 'Sabine' besitzen“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Allerdings befinde sich das Sturmtief derzeit noch zu weit weg, um genauere Prognosen abzugeben.

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„An den Küsten der Nord- und Ostsee rechnen wir mit einem orkanartigen Sturm. Bisher gibt es jedoch Unsicherheiten darüber, ob es auch im Inland zu einem starken Unwetter wie nach 'Sabine' kommt“, betonte der Wetterexperte. Eine Sturmflut in Hamburg sei bisher unwahrscheinlich, „der Wind steht anders als bei 'Sabine'“. An den Küsten hingegen schließe man diese nicht aus.

Sturm zieht über den Atlantik nach Europa

Ausgelöst wird der bevorstehende Sturm durch große Luftdruckgegensätze zwischen einem Tief über dem Atlantik und einem Hoch über Südosteuropa. Dadurch kommt eine stramme Südwestströmung in Gang. Laut Wetter.com ist es möglich, dass sich zusätzlich zum Tief noch kleine Randtiefs bilden. Ein sogenannter Schnellläufer könnte die Sturmlage dadurch gefährlicher machen.

Der Grund für die Sturmserie ist unter anderem der derzeit starke Jetstream, der sich direkt über Deutschland befindet. Der Jetstream ist ein Starkwindband in acht bis zehn Kilometern Höhe. Die zahlreichen und kräftigen Tiefdruckgebiete, die durch große Temperaturunterschiede auf der Nordhemisphäre entstehen, gelangen dann entlang des Jetstreams nach Deutschland.

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