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Schleswig-Holstein UKSH richtet Meldeportal ein
Nachrichten Schleswig-Holstein UKSH richtet Meldeportal ein
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13:27 19.03.2020
Von Steffen Müller
Das UKSH hat ein Online-Portal eingerichtet, bei dem sich Menschen melden können, die bei einer drohenden Überlastung den Krankenhäusern helfen können. Quelle: Christian Charisius
Kiel

Auf der Homepage des Universitätsklinikum (UKSH) ist ein Meldeportal geschaltet, neben den Kontaktdaten müssen die interessierten Freiwilligen auch beantworten, ob sie in den letzten 14 Tagen im Ausland waren, Kontakt zu Covid-19-Infizierten hatten und symptomfrei sind. Bei den Angaben zur „Qualifikation“ ist neben medizinischen Berufen wie Arzt, Pflegekraft, Rettungssanitäter oder Medizinstudent auch die Rubrik „sonstiges“ vorhanden. Hier kann sich jeder melden, die meint, dem UKSH außerhalb der gesundheitlichen Betreuung helfen zu können.

Dazu könnten die verschiedenen Aufgaben zählen, etwa dafür zu sorgen, dass genügend Schutzkleidung oder Gesichtsmasken vorhanden sind. „Wir haben schon die verschiedensten Angebote bekommen“, sagt UKSH-Sprecher Oliver Grieve. Er bittet allerdings auch um Geduld, dass nicht auf jede Hilfsofferte umgehend geantwortet werden kann. „Wir freuen uns über jeden, der sich meldet und werden die Angebote koordinieren.“ Eine Rückmeldung solle aber so schnell wie möglich erfolgen.

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Kammer kontaktiert "nicht aktive" Ärzte

Auch die Ärztekammer Schleswig-Holstein hat einen Aufruf gestartet, damit bei einem möglichen Personalengpass an den Krankenhäusern schnell reagiert werden kann. Approbierte Ärzte, die bei der Kammer registriert sind, aber derzeit als „zur Zeit nicht aktiv“ (zum Beispiel wegen Elternzeit) oder „nicht mehr aktiv“ (in Ruhestand) gemeldet sind, haben eine E-Mail erhalten, ob sie „im Falle eines gravierenden Engpasses in der ärztlichen  Versorgung fit fühlen, um einzuspringen“.

Zum aktuellen Zeitpunkt geht es aber nur darum, eine Kontaktliste zu erstellen. Für den Ernstfall gebe es noch keinen konkreten Anlass, heißt es in dem Schreiben. „Prognosen sind zu diesem Zeitpunkt spekulativ, zeitlich und/oder fachliche Anforderungen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.“ Als mögliche Einsatzorte für die inaktiven Ärzte kommen die ambulante und die stationäre Versorgung sowie das Gesundheitsamt infrage. 

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