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Schleswig-Holstein Chauvi-Ente für Einheitstag-Imagefilm
Nachrichten Schleswig-Holstein Chauvi-Ente für Einheitstag-Imagefilm
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12:52 25.09.2019
Von Christian Hiersemenzel
Männer, Männer, Männer! In einem offiziellen Werbevideo der Landesregierung zum Einheitstag in Schleswig-Holstein machen nur Männer und Jungs spannende Jobs, Frauen sind "schmückendes Beiwerk", lautet die Kritik. Quelle: Screenshots aus https://youtu.be/tRelDEZUPAA
Kiel

Ente Nummer 1 nahm vor 200 Gästen in der Sparkassen-Arena Kiel Regierungssprecher Peter Höver entgegen: die „weibliche Chauvi-Ente für einen nahezu frauenfreien Imagefilm“ der Staatskanzlei zum Tag der Deutschen Einheit 2019 in Kiel.

Lesen Sie hierzu: Imagevideo: Schleswig-Holstein - ein Männerland?

Das zwei Minuten lange Video zeige zwar „jede Menge starke Typen“, aber leider „so gut wie keine starke Frau, von denen wir aber sehr viele hier im echten Norden haben“, sagte LPK-Vorstandsmitglied Sylvia Aust.

Ulf Kämpfer bekommt Ente für Diesel-Trick

Eine „Diesel-Ente“ ging an Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. „Dicke Luft, miese Werte und Ärger mit der Umwelthilfe“, hätte nach Einschätzung von LPK-Chef Andreas Otto in der Konsequenz weniger Kreuzfahrtschiffe bedeuten können, mehr öffentlichen Nahverkehr „oder einfach weniger Autos in der Stadt“.

Stattdessen sollten „Diesel-Stinker“ am Verkehrsnadelöhr Theodor-Heuss-Ring, wo die Stickstoffbelastung besonders groß ist und ein Fahrverbot drohte, auf die Überholspur gesetzt werden. Kämpfer habe „mit allen Tricks“ versucht, das EU-Recht auszuhebeln.

Kämpfer war zur Preisverleihung nicht anwesend. Stattdessen nahm seine Sprecherin Kerstin Graupner den Preis an und rief sofort, mit der Sache nichts zu tun zu haben. Zur Zeit der Entscheidung sei sie noch nicht im Amt gewesen.

Albrecht bekommt Problem-Ente für den Problem-Wolf

Eine „Problem-Ente“ erhielt Umweltminister Jan Philipp Albrecht. Er hatte es seit Ende Januar nicht geschafft, den sogenannten Problemwolf GW924m erfolgreich jagen zu lassen. „Und dafür hat unser Entengewinner auch alles getan“, sagte Andreas Otto.

Was schon damit begonnen habe, dass man nicht von Jagd, sondern einer „Entnahme“ sprechen sollte. „In Bayern überlebte Problembär Bruno damals die Jagd keine drei Wochen“, sagte Sylvia Aust. „Aber von Bayern lernen, das kam schon für den Vorgänger unseres Gewinners nicht infrage.“

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