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Schleswig-Holstein Nächster Streik im Nahverkehr: Stillstand auch in Nordfriesland
Nachrichten Schleswig-Holstein Nächster Streik im Nahverkehr: Stillstand auch in Nordfriesland
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16:35 04.02.2020
Weiterer Warnstreik im Busgewerbe in Schleswig-Holstein: Jetzt trifft es neben Flensburg auch den Kreis Nordfriesland. Quelle: Carsten Rehder/dpa/Archivbild
Husum/Flensburg

Im Tarifkonflikt des Busgewerbes in Schleswig-Holstein hat am Dienstag ein Teil der Busfahrer in Flensburg die Arbeit für einen zweitägigen Warnstreik niedergelegt. Alle Busse des städtischen Unternehmens Aktiv Bus „stehen im Depot“, sagte ein Verdi-Sprecher.

Am Mittwoch weitet die Gewerkschaft die Maßnahmen innerhalb Flensburgs und zudem auf den Kreis Nordfriesland aus. Ein ganztägiger Warnstreik der Busfahrer wird nach Angaben des Kreises und von Verdi den öffentlichen Nahverkehr in Nordfriesland weitgehend lahmlegen.

Der komplette Öffentliche Personennahverkehr im Festlandsbereich des Kreises werde von Betriebsbeginn um 4.00 Uhr morgens bis Betriebsschluss in der Nacht zum Donnerstag um 2.00 Uhr bestreikt, hieß es. „Im Schülerverkehr und im Linienverkehr fährt kein Bus, auch die Rufbusse bleiben im Depot“, teilte der Kreis mit.

Großraum Flensburg/Nordfriesland betroffen

Eltern, die ihre Kinder morgens mit dem Auto zur Schule bringen, müssten also nach Schulschluss auch für den Rücktransport sorgen. Der freigestellte Schülerverkehr für inklusiv beschulte Kinder einschließlich der Sonderverkehre zu den Förderzentren sei vom Streik nicht betroffen.

Betroffen von dem Warnstreik im privaten Busgewerbe ist laut Verdi der Großraum Flensburg/Nordfriesland mit den Buslinien der Autokraft in Husum, Flensburg und Schleswig sowie die Firma Rohde/NVB in Bredstedt und Flensburg.

Außerdem geht in Flensburg am Mittwoch ein zweitägiger Warnstreik im öffentlichen städtischen Busverkehr des Unternehmens Aktiv-Bus weiter. Hintergrund ist der aktuelle Tarifkonflikt im öffentlichen und im privaten Busgewerbe in Schleswig-Holstein. Dazu gibt es getrennte Tarifverhandlungen.

Warnstreiks seit Mitte Januar

In Flensburg befolgten nach Angaben von Verdi rund 100 Mitarbeiter am Dienstag den Aufruf der Gewerkschaft und legten ihre Arbeit nieder. Von den Arbeitsniederlegungen betroffen waren nach Angaben von Aktiv-Bus alle Stadtbuslinien außer der Linie 13. Einige Linien fielen komplett aus, andere wurden demnach mit einem (zum Teil deutlich) reduzierten Fahrtenangebot gefahren.

Am Mittwoch dürfte der Busverkehr in der Fördestadt und Umgebung wegen der Ausweitung des Warnstreiks auf private Busunternehmen nahezu komplett ausfallen, sagte ein Verdi-Sprecher. Seit Mitte Januar hat es Warnstreiks unter anderem in Lübeck, Kiel und Neumünster sowie mehreren Kreisen wie Pinneberg, Steinburg und Stormarn gegeben.

Vierte Verhandlungsrunde beginnt Freitag 

Hintergrund des Warnstreiks sind die Tarifverhandlungen um die Löhne und Gehälter der Beschäftigten. Verdi verlangt eine Erhöhung um 2,06 Euro pro Stunde rückwirkend zum 1. Januar. Die Arbeitgeber lehnen die Forderung als überzogen und nicht finanzierbar ab. Die vierte Verhandlungsrunde für den öffentlichen Busverkehr soll am Freitag in Flensburg beginnen. Beim privaten Busgewerbe geht es am Dienstag darauf weiter.

Sollte auch diese Verhandlungsrunde ohne Ergebnis bleiben, sieht die SPD die Landesregierung gefordert. Sie sollte sich als Mittler für eine mögliche Schlichtung einbringen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel. Die SPD begrüße alle Verbesserungen im Sinne der Beschäftigten.

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Von RND/dpa

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