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Schleswig-Holstein Seehundforscher feiern Rekordzahlen
Nachrichten Schleswig-Holstein Seehundforscher feiern Rekordzahlen
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15:56 27.08.2015
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Der Bestand von Seehunden im Wattenmeer erholt sich prächtig. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Wilhelmshaven

Ein Massensterben von Meeressäugern in der Nordsee war der traurige Anlass: 1990 vereinbarten Deutschland, die Niederlande und Dänemark ein Abkommen zum Schutz der Seehunde im Wattenmeer. 25 Jahre später wird gefeiert: Nach zwei Seuchenzügen haben sich die Seehundbestände wieder prächtig erholt und stabilisiert, sie erreichen neue Rekordzahlen. Das belegen auch die Zahlen, die Forscher seit 1975 über die Tiere gesammelt haben.

„Diese Datenlage ist weltweit einmalig“, sagte die Wildtierforscherin Ursula Siebert von der Tierärztlichen Hochschule Hannover in Wilhelmshaven. Dort feierten Naturschützer am Donnerstag das 25. Jubiläum des Abkommens. Es war die erste Vereinbarung der internationalen Bonner Konvention, in der sich die Vertragsstaaten in den 80er Jahren zur Erhaltung wildlebender Tierarten verpflichtet haben.

Bei zwei Ausbrüchen der Seehundstaupe waren die Meeressäuger an den nordwesteuropäischen Küsten massenhaft verendet. 1988 wurden an Nord- und Ostsee rund 18000 tote Tiere registriert, 2002 waren es rund 21700 Totfunde. Das Virus hatte sich an den Liegeplätzen der Seehunde schnell verbreitet. Die genaue Herkunft ist unklar. Eine Theorie geht von einer Einschleppung durch arktische Robben aus.

In diesem Jahr wurden allein in Niedersachsen bei Seehund-Zählflügen 9255 Tiere gesichtet, das sind etwas weniger als im Rekordjahr 2014 (9343 Seehunde). Im deutschen, niederländischen und dänischen Gebiet wird die Gesamtzahl auf rund 26000 geschätzt. Um das Jahr 1900 soll der Bestand zwischen 20000 und 40000 Tiere umfasst haben. Durch die inzwischen verbotene Jagd waren die Zahlen zeitweise auf 10000 Tiere zurückgegangen.

In Schleswig-Holstein sind weniger Menschen von Armut bedroht als im Bundesschnitt. Mit einer Armutsgefährdungsquote von knapp 14 Prozent liegt das Bundesland unter dem bundesweiten Schnitt von 15,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Deutsche Presse-Agentur dpa 27.08.2015

Jeder zweite Befragte einer DGB-Studie zu Sylt-Pendlern beklagt geringe Wertschätzung durch seinen Arbeitgeber. Demnach verhielten sich die Arbeitgeber auf Sylt „deutlich schlechter als im Bundesdurchschnitt“, teilte der DGB Nord am Donnerstag mit.

Deutsche Presse-Agentur dpa 27.08.2015

Zum Auftakt eines Prozesses um tödliche Schüsse in einem Hamburger Bordell hat der Angeklagte die Vorwürfe zum Teil eingeräumt. Er habe einen Menschen getötet, den er nicht kannte, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung des 23-Jährigen, die seine Anwältin verlas.

Deutsche Presse-Agentur dpa 27.08.2015