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Schleswig-Holstein FH-Studenten fühlen sich getäuscht
Nachrichten Schleswig-Holstein FH-Studenten fühlen sich getäuscht
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08:00 02.02.2019
Von Christian Hiersemenzel
Das Stupa der Uni Kiel will am Montagabend ab 18.30 Uhr im Audimax über das Semesterticket abstimmen. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

 „Wir wollen aufklären, damit die Studierenden der CAU und der Muthesius-Kunsthochschule ihre Entscheidung sorgfältig abwägen“, sagte Peter Schirren, Vorsitzender des Öffentlichkeitsausschusses des FH-Parlamentes. Die Studenten würden eine Entscheidung von Anfang Dezember am liebsten rückgängig machen.

FH sei unverhältnismäßig unter Druck gesetzt worden

Man sei „unverhältnismäßig großem Druck“ ausgesetzt worden, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme des Studierendenparlaments (Stupa) und des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta).

Zwar sei man von der Vision einer landesweiten Mobilität noch immer überzeugt. Allerdings habe man sein positives Votum Anfang Dezember unter dem Eindruck einer Drohung erteilt: Bei einem Nein der FH Kiel wäre das Gesamtprojekt angeblich sofort beerdigt worden. „Dies hat sich nun als falsch erwiesen.“

Kritik: Vertragsentwurf wurde nicht juristisch geprüft

„Laut unserer Information sind im Namen der Studierenden weder Vertragsentwurf juristisch geprüft noch Preise betriebswirtschaftlich plausibilisiert worden“, heißt es aus der FH Kiel.

Solche Fakten zu prüfen, koste durchaus Zeit, räumte Peter Schirren ein. „Politik und gewisse Leute wollen, dass das Semesterticket zum nächsten Wintersemester eingeführt wird. Aber doch bitte nicht um jeden Preis.“

Insofern habe man Verständnis dafür, dass die Kollegen von der Hochschule Flensburg und der Fachhochschule Westküste das Projekt vorerst ablehnten. Das FH-Stupa jedenfalls sei skeptischer denn je.

Stupa der Kieler Uni stimmt am Montag ab

Das Stupa der Uni Kiel will am Montagabend ab 18.30 Uhr im Audimax über das Semesterticket abstimmen. Dabei dürfte auch das Ergebnis einer Befragung unter den Studierenden eine Rolle spielen. 54 Prozent hatten sich kürzlich für die Einführung zum nächsten Wintersemester ausgesprochen. Von 27000 Wahlberechtigten hatten 39 Prozent ihr Votum abgegeben.

Die Parlamentarier seien in ihrer Entscheidung grundsätzlich frei, betonte Asta-Vorstandsmitglied Julian Schüngel. Zugleich wies er darauf hin, dass die Landes-Asten-Konferenz am 25. Januar an der Hochschule Flensburg getagt habe. Dort seien alle kritischen Fragen beantwortet worden. „Ich kann die Bedenken der Hochschule Flensburg und der FH Kiel nicht teilen“, sagte er. Es handle sich ausdrücklich um ein Projekt für Studierende. „Was vereinbart wurde, ist gut. Ich habe gegenüber einem Semesterticket keine Bedenken.“

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