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Schleswig-Holstein Sommer an'e Kieler Förde
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12:00 16.07.2019
Von Heike Thode-Scheel
"Bellevue" heet dat Gemälde vun den Moler Hermann Wehrmann. Quelle: oh
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„ . . . aber der schönste landschaftliche Besitz der Stadt tom Kyl war von jeher und bleibt immerdar die Föhrde mit ihren grünen Ufern“, schrifft de Kultur-Chef vun’e Kieler Neuesten Nachrichten, Georg Hoffmann, 1896 över Kiel. „Anmutig wird nun die Landschaft, grüne Waldungen steigen hier zum Strande herab, dazwischen breiten sich, vom flachen Strande uferaufwärts steigend, die lieblichen Idyllen der Bauern- und Fischerdörfer, in denen zur Sommerzeit Hunderte von Fremden einkehren . . .“ swöögt de Moler. 

Johannes Wilhelm (Hans) Olde weer en vun’e se. He is op Gut Seekamp op’e anner Siet vun’e Föörd groot wurrn. De Natur weer sien „Religion“. Ok anner Künstler sünd dorüm vun’e Stadt op’t Land trocken. Wat se söcht hebbt? „Den besonderen Charakter eigenthümlicher Landschaft, der sich gerade im ganz Einfachen weist“. Hans Olde, de Söhn vun den Moler, hett över dat Leven op dat Gut schreven: „An Gästen hat es auf Seekamp nie gefehlt . . . Wer erinnert sich nicht gerne an eine solche Dampferfahrt auf dem schönen, von Buchenwäldern umrahmten Kieler Hafen . . . und hier geht es jetzt an dem prachtvollen Düsternbrooker Gehölz entlang mit seinen himmelhohen Buchen . . . Jetzt geht unser Blick nach dem schönen Buchenwald von Kitzeberg . . .“ De Molerkollegen Hermann Schlittgen un Louis Corinth sünd oft op Besöök na Seekamp kamen. Un natürli Dichter. Hans Olde vertellt „von den längeren Aufenthalten Klaus Groths, Detlef von Liliencron und anderen bekannten Persönlichkeiten . . .“ Olde hett den groten Dichtersmann Groth ok moolt. Dorför is Groth sogor extra na Seekamp reist. Dat weer twaars en sonöömte „Auftragsarbeit“, man Olde weer mit Groth ok best Fründ.

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Man Hans Olde wull nich blots binnen molen – he wull de niege Kunst, de Freilichtmalerei, utprobeern. Un dorüm hett he anner Molerkollegen söcht, de mit em buten de Natur studeern wullen. So as Georg Burmester. De Moler weer in Möltenort tohuus. „Wer erinnert sich nicht seiner großen stattlichen Gestalt, im Frühling oder Herbst, in Sturm und Sonne, am Strand in Möltenort stehend, die Staffelei vor sich mühsam befestigt . . .“, schrifft de Molerin Lilli Martius.  Dat Fischerdörp weer denn ok Staschoon för de Schölers vun Burmester – dorto höörte ok Fritz Stoltenberg, de later as  Marinemoler bekannt wurrn is.

Twee Johr later kaamt de Moler Ernst  Eitner un Arthur Illies an’e Föörd. Se wüllt ehrn Molerkollegen Burmester besöken un tosamen de wille See molen. Man Illies weer vun Möltenort enttäuscht: „ . . . es ist mir nicht ländlich genug.“ Blots de Haben, de hett em toseggt, üm „Wasserstudien“ to maken. In en ole Strandhall hett he sien Atelier inricht: „Dieser glückliche Umstand gibt mir dauernde Nähe des Wassers und der mit dem Wasser verbundenen Stimmung“, schrifft he in sien Daagbook. In den een Sommer hett Illies dor üm un bi dörtig Ölbiller moolt.  

In‘ August 1909 blievt de Molerslüüd wedder mol för en poor Weken an’e Förde – düt Mol aver nich an’t Water: In Barsbek. Tein  Molschölerinnen sünd mit dorbi. De Kieler Moler Heinrich Blunck kümmt dorto, Friedrich Mißfeldt, natürli  Hans Olde un Fritz Stoltenberg. Ut de Sommerakademie warrd so peu á peu en Moler-Kolonie. Merrn in dat lütt Buerndörp.

Künstlerkolonie Barsbek 1908-1912

Möltenort hatte damals schon den Reiz der Ursprünglichkeit verloren, so daß der Aufenthalt in einem Dorfe wie Barsbek ein  neues Erlebnis war.  . . . man wohnte, mehr oder weniger einfach, beschäftigte sich am Vormittag mit seinem Motiv, traf sich dann zum gemeinsamen Mittagessen, und stand nachmittags draußen oder in einer schönen Kate wieder vor der Staffelei . . .“, schrifft Lili Martius, en Schölerin vun Burmester. Mit vun’e Partie weern ok noch anner sonöömte „Maldamen“. To’n Bispill Helene Gries-Danican un de Kielerin Hedwig Josephi. Ehr Thema weer aver nich de See, sünnern de olen Buernkaten üm un bi Heikendörp. Denn dükert noch de Naam Gisela Klingmüller op, de all as Kind Tekenünnericht bi Burmester kregen hett un as junge Fru den Sommer in Möltenort Logigast weer.

Un jümmers grötter is de Kreis vun’e Künstler rund üm Heikendörp wurrn. An‘ Anfang vun’t 20. Johrhunnert keem denn Johannes Niemeyer dorto. Sien Vadder harr in Kitzebarg en groot Villa un Johannes durf bi Georg Burmester Molünnerricht nehmen. Över de Künstlerkolonie üm Georg Burmester rüm schrifft he: „Er hatte einen kleinen verschworenen Haufen um sich versammelt. Wir zogen mit ihm durch die Dörfer, in die Häfen, beobachteten die Fischer.“  

Bekannt as so’n bunten Hund is aver vör allen Dingen Heinrich Blunck. In mankeen Best-Stuuv hangt hüüt noch en Bild vun em. Wokeen kennt nich de Biller mit‘e lütten Buernkaten op, de sik deep in‘t Koornfeld dükert un in’e Feern is de blinkern See to sehn. Blunck hett all as Kieler Gymnasiast de Molschool vun Burmester besöcht. De junge Keerl weer jedeen Sommer in Möltenort un Barsbek to Besöök, üm mit de annern Künstler to molen. 1923 köfft Blunck en Huus in Heikendörp. Bit to sien Dood hett Blunck in Mönkebarg an‘t Ufer seten, den Blick över de Kieler Föörd‘ un hett moolt. An‘e frische Luft, ünnern blauen Heven, direktemang an’e See. Denn: „Der Hafen, die Kieler Föhrde, ist vielleicht die schönste aller Buchten der Ostsee . . .“, meent de Dichter Edmund Hoefer 1880.

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