Sommerempfang der Nordkirche: Warum Klimaschutz ein Kirchenthema ist
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Schleswig-Holstein Warum Klimaschutz ein Kirchenthema ist
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20:58 27.08.2019
Von Michael Kluth
Gäste beim Sommerempfang (v.li.): Bischof der Nordkirche Gothart Magaard, Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Nikolai-Pastorin Maren Schmidt, Präses der Nordkirche Ulrike Hillmann, Ministerpräsident Daniel Günther
Gäste beim Sommerempfang (v.li.): Bischof der Nordkirche Gothart Magaard, Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Nikolai-Pastorin Maren Schmidt, Präses der Nordkirche Ulrike Hillmann, Ministerpräsident Daniel Günther Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer
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Die aktuelle Diskussion um Klimawandel und Klimaschutz etwa sei ja nichts anderes als die Frage nach der Bewahrung der Schöpfung – und damit ein christliches Thema, sagte der Katholik. Er ermunterte die Kirche, die Herausforderung positiv anzunehmen. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt nahm das Thema in ihrer Ansprache auf und erinnerte daran, dass die Kirche in Deutschland schon vor 30 Jahren in Dresden den Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung angestoßen habe. In einer Botschaft an die Jugend habe die Kirche 1989 formuliert: „Glaubt nicht, dass wir alles wissen, aber glaubt, dass wir alles tun wollen.“ 30 Jahre später sagte die Landesbischöfin selbstkritisch: „Wir müssen uns fragen, ob der Brief Breitenwirkung entfaltet hat.“ Es gebe heute mehr Fragen und Probleme als Antworten und Lösungen. Gerade deshalb müsse die Kirche die Herausforderungen positiv annehmen.

"Es wäre bald aus mit uns, wenn es keine Engel gäbe"

Vor knapp 300 Gästen stellte Bischof Gothart Magaard seine Andacht unter die Tageslosung „Siehe, ich will meinen Engel senden...“ und sagte: „Nicht selten nehmen die biblischen Engel die Gestalt von Menschen an.“ Magaard dankte allen Menschen im Dienst der Gesellschaft. Sie seien „ein Geschenk des Himmels: Es wäre bald aus mit uns, wenn es keine Engel gäbe“. „Engel haben Konjunktur“, sagte Synodalpräsidentin Ulrike Hillmann in ihrer Begrüßung. „Sie sind da in Zeiten, in denen viel von den Menschen geredet werde, die die Kirche verlassen, und wenig von denen, die bleiben oder kommen.“

Eine Weihnachtslesung im August

Ministerpräsident Günther trug übrigens selbst zu der von ihm beschworenen guten Laune bei. Er griff in seinem frei gehaltenen Grußwort die vorangegangene Lesung auf, die viele jahreszeitlich überraschte: die Weihnachtsgeschichte nach Lukas. Günther sagte, er verstehe die Weihnachtslesung im August als Antwort der Kirche auf den frühzeitigen Verkauf von Weihnachtgebäck im Einzelhandel.

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