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Schleswig-Holstein Landespolitiker zieht's an die Westküste
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20:48 17.07.2019
Von Christian Hiersemenzel
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (/CDU) besuchte Anfang Juli Hallig Hooge. Für mehr Sommertouren durchs Land hat er in diesem Jahr keine Zeit. Quelle: Carsten Rehder
Kiel

Legendär ist solch ein inszeniertes Bild vom Grünen-Politiker Robert Habeck, wie er im Watt steht, windumtost, und mit weit ausgebreiteten Armen die Welt zu umarmen scheint.

Günther hatte mit dem Wetter Pech

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte diesmal Pech. Anfang Juli war er auf Hallig Hooge und Langeneß, um sich dort über den Fortschritt der Warftenerhöhungen zu informieren - und natürlich Interviews zu geben. Leider war es kühl und bewölkt und wurde nichts mit Weltumarmung. „Auf das Wetter hat die Landesregierung noch keinen Einfluss“, sagt Regierungssprecher Peter Höver.

Da waren die Motive auf Günthers Afrika-Reise, die gestern Nacht zu Ende ging, schon dankbarer. Allerdings hätten die Aufgaben als Bundesratspräsident den Terminkalender so zusammengeschnürt, dass in diesem Jahr für die traditionelle Sommerreise des Regierungschefs keine Luft mehr bleibt, bedauert sein Büro. „Nächstes Jahr wieder.“

Stegner sah sich ungewöhnliche Jobs an

Oppositionsführer Ralf Stegner hatte seine Sommertour unter das Motto „Ungewöhnliche Jobs“ gestellt, wobei am Ende weniger die Jobs das Ungewöhnliche waren als das Interesse eines Spitzenpolitikers an den Menschen, die sie ausführen. Statt Bosse und Bürgermeister begleitete Stegner zum Beispiel einen Schaffner von Kiel nach Hamburg und wurde Zeuge, wie der arme Mann für frustrierte Reisende den Blitzableiter spielen musste. „Wenn wir den Akzent auf den öffentlichen Nahverkehr legen wollen, müssen wir solche Jobs stärken“, sagt Stegner. Er zählt zu den Politikern, die am meisten mit der Bahn fahren.

Garg legt Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendeinrichtungen

Sozialminister Heiner Garg (FDP) besucht Einrichtungen der Kinder- und Jugendbetreuung: den Awo-Kinder- und Jugendbauernhof im Kieler Stadtteil Mettenhof zum Beispiel, das Neumünsteraner Familienzentrum St. Elisabeth mit ihren Kindern aus 19 Nationen – und in List auf Sylt den Inselkindergarten der Arbeitsgemeinschaft Deutsches Schleswig, wo noch Platt und Friesisch gesprochen wird. Ob es ein Zufall ist, dass dieser Termin auf einen Freitagnachmittag gelegt wurde?

Prien macht in Kunst, Albrecht zieht es nach Pellworm

Nach Sylt zieht es auch Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Sie ist Anfang August Ehrengast bei der Feier zum 100. Geburtstag der Akademie am Meer im Klappholttal, besucht in den Tagen zuvor auch das Nolde-Museum in Seebüll, das Multimar Wattforum in Tönning, die FH Westküste in Heide und das Museum der Westküste auf Föhr. Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) zieht es Anfang August nach Pellworm. Dort spricht er mit Vertretern des Bauernverbandes, speist am Abend mit grünen Parteifreunden im Pannekokenhus – und lauscht in der Nacht von seiner Pension aus dem Meeresrauschen.

Auch Grünen-Fraktionschefin Eka von Kalben wollte an die Nordsee. Die Auswirkungen von Mikro- und Nano-Plastik im Meer auf den Basstölpel ließ sie sich zu gerne vor Ort erklären: auf Helgoland.

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