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Schleswig-Holstein Der Schrevenpark im Blättermeer
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13:31 21.11.2014
Foto: Die Herbstidylle lockt so manchen Besucher in den Schrevenpark, den Ruhepol in der Kieler Innenstadt.
Die Herbstidylle lockt so manchen Besucher in den Schrevenpark, den Ruhepol in der Kieler Innenstadt. Quelle: Virgil Berndt
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Kiel

Dem Einen fällt auf, dass sich das Laub an den Bäumen verfärbt, dem Anderen, dass die Nächte länger und die Tage immer kürzer werden.

 Das ist auch für die Tiere das Zeichen, sich auf den Winter vorzubereiten. Das Eichhörnchen macht sich schon auf die Suche nach Futter, das es horten kann. Auch der Igel bereitet sich auf den Winterschlaf vor. Man erblickt ihn immer seltener – so wie die Schildkröte, die am Schreventeich lebt. Das liegt daran, dass die Tage kälter werden und die Sonne selten herauskommt, in der sich die Schildkröte aufwärmen könnte.

 Die Kanada- und Graugänse ziehen über den Winter nicht mehr in den Süden, sondern fliegen abends nur zu naheliegenden Seen außerhalb der Stadtgrenzen, um dort zu schlafen. Am Morgen kommen sie dann wieder zurück in den Schrevenpark.

 Dieter Bull arbeitet seit fast 25 Jahren als Gärtner hier. Er erklärt: „Der Herbst ist immer die arbeitsreichste Zeit des Jahres.“ Das Laub muss von den Grünflächen und von den Wegen entfernt werden. Hierzu verwenden er und seine Kollegen starke, laute Handgebläse. Außerdem müssen Sträucher zurückgeschnitten und tote Äste von den Bäumen entfernt werden, damit sie in den starken Herbststürmen niemandem auf den Kopf fallen.

 Für einige Wochen sind die Stege am Südufer des Schreventeiches eingezäunt. Reperaturen sind dort notwendig. Die Stege müssen jetzt komplett erneuert werden, da sie schon 15 Jahre alt und brüchig sind. Im Herbst ist der richtige Zeitpunkt. Dann werden sie von Parkbesuchern seltener benötigt.

 Zumindest die Kinder haben mit dem Herbstwetter ihren Spaß: Der kleine Benjamin (6) lässt gerade seinen Drachen steigen. Selbst zwischen den Bäumen hebt ihn die kräftige Herbstbrise schnell in die Lüfte, so dass sein Opa Herbert kaum noch hinterherkommt.

Von Virgil Berndt, Klasse 7b, Humboldt-Schule Kiel