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Schleswig-Holstein Albrecht hält sich zurück
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09:11 07.01.2020
Büsum: Jan Philipp Albrecht (Bündnis 90/Die Grünen, l), schleswig-holsteinischer Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, und Monika Heinold (Bündnis 90/Die Grünen), Finanzministerin von Schleswig-Holstein, sitzen auf dem Landesparteitag zusammen. Albrecht hält sich eine Spitzenkandidatur für die Landtagswahl offen. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel

Umweltminister Jan Philipp Albrecht hält sich eine Spitzenkandidatur für die Grünen bei der Landtagswahl 2022 in Schleswig-Holstein offen. „Die Frage, ob ich Spitzenkandidat sein will und ob ich mir mehr zutraue, stellt sich erst, wenn es soweit ist“, sagte Albrecht der Deutschen Presse-Agentur. Albrecht ist seit dem Sommer 2018 Minister im Jamaika-Kabinett von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

„Es ist doch vollkommen klar, dass ich mir mit 37 Jahren neue Herausforderungen vorstellen kann“, sagte Albrecht. Seine Partei sei in Sachen Landtagswahlkampf gut beraten, sich nicht auf einen Leitwolf zu konzentrieren. „Denn wir sind eine gut aufgestellte Partei mit vielen wichtigen Persönlichkeiten.“

Auch Monika Heinold gilt als Kandidatin

Angesichts weiter hoher Umfragewerte hat die Frage der Spitzenkandidatur bei den Grünen neuen Schub gewonnen. Als Kandidatin dafür gilt auch Finanzministerin Monika Heinold. „Es ist kein Automatismus, wer vorne steht“, sagte Albrecht. Zudem sei bei den Grünen eine Doppelspitze üblich. Mit Heinold habe er „ein Super-Verhältnis“. Er könne sich mit ihr „jede Konstellation“ gut vorstellen. „Wir Grünen haben mehrere Personen, die geeignet und auch gewillt sind, Verantwortung zu übernehmen.“

Albrecht rechnet nicht damit, dass das Verhältnis innerhalb der Jamaika-Koalition mit CDU und FDP schlechter wird, je näher der Wahltermin im Frühjahr 2022 rückt. „Ich kann mir gut vorstellen, dass das Zusammenspiel bis in den Wahlkampf hinein funktioniert.“ Die drei Bündnispartner hätten sich daran gewöhnt, dass „Parteitage Dinge beschließen, die anders sind als das, was in der Koalition am Ende als Kompromiss rauskommt“.

Aus der Europawahl im Mai waren Schleswig-Holsteins Grüne mit 29,1 Prozent erstmals als stärkste Kraft hervorgegangen. Die CDU sackte mit 26,2 Prozent auf den zweiten Platz ab.

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Von RND/dpa

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