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Schleswig-Holstein Stein auf A7 geworfen: Frau verletzt
Nachrichten Schleswig-Holstein Stein auf A7 geworfen: Frau verletzt
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10:47 09.05.2018
Eine Autofahrerin wurde an der A7 bei Ellund verletzt, nachdem ihr BMW von einem Stein getroffen wurde. Quelle: Benjamin Nolte/dpa
Ellund

Es ist die Horrorvorstellung für Autofahrer: Ein Stein wird von einer Brücke geworfen und trifft bei hoher Geschwindigkeit das Fahrzeug. An der A7 zwischen Ellund und Gottrupel ist dies am Dienstagabend Realität geworden. Eine Autofahrerin wurde dabei um 22.28 Uhr schwer verletzt. Zuvor wich ein Lkw bei Oeversee - neun Kilometer von der Anschlagsstelle entfernt - weiteren Steinwürfen an der A7 aus.

Die 58-jährige Frau war mit ihrem BMW auf der A7 von Dänemark aus Richtung Flensburg unterwegs, als der 40 cm großer Feldstein bei Gottrupel die Windschutzscheibe traf und zum Splittern brachte. Nach Informationen von KN-online soll der Stein durch die Heckscheibe wieder aus dem Auto ausgetreten und in den Grünstreifen zwischen den beiden Fahrbahnen geschleudert worden sein. Das Auto kam etwa 200 Meter nach der Autobahnbrücke zum Stehen. 

Rundfunkdurchsage warnte vor Steinwurf

Ersthelfer sollen nach KN-Informationen die Frau bewusstlos an der Unfallstelle vorgefunden haben. Nach einer Erstversorgung durch einen Notarzt brachten Rettungskräfte sie ins Krankenhaus nach Flensburg. Laut Polizei erlitt die Frau schwere Verletzungen, aber keine lebensgefährlichen. Dass sie Autofahrerin den Anschlag überlebt hat, sei großes Glück. 

Die warnende Rundfunkdurchsage hatte die Frau vermutlich nicht gehört. Sie wurde geschaltet, nachdem zwischen 22 und 22.30 Uhr mehrere Notrufe über Steinwürfe bei Handewitt und Barderup bei der Polizei eingegangen waren. Bei Oeversee soll der Tatverdächtige Pflastersteine auf einen LKW geworfen haben. Der Fahrer konnte den Gegenständen aber noch ausweichen.

Autobahn 7 wurde für mehrere Stunden gesperrt

Die A7 wurde zur Spurensicherung zwischen der dänischen Grenze und der Anschlussstelle Flensburg/Harrislee für vier Stunden voll gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau bei der Einreise nach Deutschland

Die Polizei suchte in der Zwischenzeit mit mehreren Streifenwagen und zivilen Einsatzfahrzeugen nach dem Tatverdächtigen. Zudem unterstütze ein Polizei-Hund die Suche nach dem Steinwerfer. 

Nach Informationen von KN-online soll noch am Abend ein Tatverdächtiger festgenommen worden sein. Er soll für beide Anschläge verantwortlich sein. 

Tatverdächtiger wieder auf freiem

Laut Polizei seien in der Nacht zwar Leute befragt und und auch mit zur Polizei genommen worden. Sie seien aber wieder laufen gelassen worden. Ein Tatverdacht habe sich nicht erhärtet. Die Ermittlungen wegen des versuchten Tötungsdelikts dauerten an.

Auch in anderen Regionen Deutschlands kam es in den vergangenen Tagen zu ähnlichen Fällen. So wurde ebenfalls in der Nacht zu Mittwoch bei Erlangen in Franken durch Steinwürfe von einer Autobahnbrücke auf die A73 ein Lastwagenfahrer leicht verletzt. Einer der Steine durchschlug die Windschutzscheibe seines Lasters. In Brandenburg haben Unbekannte am Montag ein Auto auf dem Berliner Ring mit einem Stein beworfen und die Frontscheibe beschädigt. Es entstand ein Schaden von 500 Euro.

Rückblick: Steinwurf tötete Frau in Dänemark

2016 hatte eine Familie aus Recklinghausen weniger Glück. Eine junge Mutter wurde in der Nacht auf den 21. August bei Odense getötet, als ein von einer Autobahnbrücke geworfener Betonklotz das Auto zermalmte. Der Fall sorgte für Betroffenheit in ganz Deutschland und Dänemark und warf ein trauriges Licht auf weitere Fälle in Dänemark. Unter anderem wurde bei Aalborg ein Rettungswagen mit Steinen beworfen.

Hier sehen Sie Bilder von der Unglücksstelle.

Von KN-online

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