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Schleswig-Holstein Stimmen Sie ab: Sonderrechte für Geimpfte – was sagen Sie dazu?
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Stimmen Sie ab: Sonderrechte für Geimpfte – was sagen Sie dazu?

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10:19 03.01.2021
Bislang noch Mangelware: Eine Dosis mit dem Impfstoff von Pfizer-Biontech. Quelle: Sina Schuldt/dpa
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Kiel

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hält es für denkbar, langfristig gegen das Coronavirus geimpften Menschen besondere Rechte einzuräumen. „Im Moment, wo man gar nicht allen Menschen eine Impfung anbieten kann, verbietet sich ein solches Vorgehen“, sagte Montgomery. Später einmal, wenn alle Menschen die Chance zur Impfung hätten und über den Nachweis von Immunität im Blut mehr bekannt sei, seien entsprechende Entscheidungen möglich.

Er verwies auf Einreisverbote einiger Länder für Menschen, die nicht gegen Gelbfieber geimpft sind. Zudem gebe es eine Masern-Impfpflicht als Voraussetzung für die Aufnahme in einer Kindertagesstätte in Deutschland.

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Stimmen Sie ab: Wie stehen Sie zu möglichen Sonderrechten für Geimpfte?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lehnt Sonderrechte für Geimpfte in der Corona-Pandemie ab. „Viele warten solidarisch, damit einige als erste geimpft werden können. Und die Noch-Nicht-Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden“, sagte Spahn: „Keiner sollte Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung hatten.“ Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte sich gegen Sonderrechte ausgesprochen.

International ist Debatte bereits weiter. Die australische Airline Qantas plant, eine Impfpflicht einzuführen. Ende November hatte sie bekanntgegeben, dass sich internationale Fluggäste gegen Covid-19 impfen lassen müssen, sobald der Impfstoff verfügbar ist. Eine solche Regelung soll es bei Deutschlands größter Airline Lufthansa nicht geben, so Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr.

Von RND/frs