Strande: Für viele kommt Urlaubsgefühl am heimischen Strand auf
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Schleswig-Holstein Urlaubsgefühl am heimischen Strand
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18:27 01.06.2020
Von Jördis Merle Früchtenicht
In Strande trauen sich viele Sportler am Pfingstmontag in die noch kühle Ostsee. Quelle: Frank Peter
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Strande

"Es ist gerade aber noch sehr kalt", erzählt der 11-jährige Kalle Kühl, der stattdessen nun Miesmuscheln am Strand sucht. Mit denen will er Krebse an einer selbstgebastelten Angel bestehen aus einem Holzbrettchen, einem Stück Schnur, einem Stein und einer Wäscheklammer angeln. "Die sammle ich dann im Eimer und lasse sie später wieder frei." Beachvolleyball habe ebenfalls er schon gespielt. Seine Mutter Tine Kühl ergänzt, auch mit dem SUP-Board seien sie schon unterwegs gewesen. "Es war aber sehr wellig."

Etwas gemütlicher als die Kieler lässt es eine Familie aus Altenholz angehen. Sie bereiten am Vormittag erstmal ihr Frühstückspicknick am Strandkorb in Strande vor, nachdem sie den Pfingstmontag für eine Radtour zum Strand genutzt haben. "Wir wohnen im schönsten Bundesland", freut sich Anke Bergmann. Sie würden zwar eigentlich gern Fernreisen unternehmen, das sei dieses Jahr jedoch schwierig. "So können wir aber gut mit der weggefallenen Reise leben", findet Bergmann. "Uns gut es in Schleswig-Holstein in der Corona-Situation ja noch gut."

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Der Abstand lässt sich auf der Promenade in Strande nicht immer einhalten

Während die ersten Ausflügler am Strand die Sonne genießen, füllen sich die Parkplätze. Zwar kann man inzwischen wieder die Zufahrtsstraße zum Leuchtturm Bülk mit dem Auto entlangfahren, doch am Mittag ist hier selbst mit einem kleinen Fahrzeug keine Stellfläche mehr zu finden.

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Auf der Promenade in Strande flanieren die Menschen, hier weisen Schilder darauf hin, dass man zwei Meter Abstand halten soll. Das kann bei sich entgegenkommenden Spaziergängern allerdings schwer werden, gerade wenn zusätzlich noch Menschen auf den Bänken sitzen. Bei "Gegenverkehr" geht kaum jemand im Gänsemarsch.

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Strandkörbe dürfen nicht weggerückt werden

Wie die Corona-Maßnahmen am Strand eingehalten werden, darüber gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Die einen meinen, es gebe im Sand genug Platz für die Besucher. Andere finden, am Pfingstwochenende sei es teils schon zu voll geworden, um Abstand zu halten. "Gestern waren fast alle Strandkörbe belegt", erzählt die Stranderin Lisanne Reigberg, die mit ihrer Tochter Stena gutes Wetter gern nutzt, um ans Wasser zu kommen. "Die Strandkörbe zu verrücken, ist eigentlich untersagt. Aber wohl gerade Tagestouristen, die sich vorher nicht so viel informieren, stellen sie doch um." Tatsächlich sieht man teils Körbe, die zu mehreren zusammengestellt wurden.

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Ursel und Hans Matysik, die sich mit Freunden auf ein Glas Sekt getroffen haben, erzählen, sie haben seit "zig Jahren" einen Strandkorb in Strande und kämen auch schon sehr lange hier ans Wasser. "Hier auf das Wasser zu blicken, sit wie Urlaub." Trotz der Corona-Maßnahmen haben sie nicht den Eindruck, dass dieses Jahr etwas anders ist am Strand. "Wir meinen, hier kann nichts passieren."

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Kristiane Backheuer 01.06.2020
Jördis Merle Früchtenicht 01.06.2020
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