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Schleswig-Holstein Es bleibt bei Tempo 80 auf der A21
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13:28 11.04.2019
A21 bei Ruhwinkel: Zwischen den Anschlussstellen Bornhöved (Kreis Segeberg) und Wankendorf (Kreis Plön) wurde die A21 wegen Straßenschäden nun auch Richtung Kiel auf 80 Kilometer pro Stunde begrenzt. Quelle: Nadine Materne
Kiel

Auf der erst 2017 erneuerten Autobahn 21 zwischen Stolpe und Bornhöved müssen Autofahrer auf unbestimmte Zeit weiter ihr Tempo drosseln. Der Grund für die Fahrbahnschäden in beiden Richtungen sei weiter unbekannt, sagte der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, Torsten Conradt, am Donnerstag in Kiel. Ende April würden erste Ergebnisse von Bodenproben erwartet.

Im Januar 2019 waren zunächst auf dem vor anderthalb Jahren fertiggestellten Abschnitt in Richtung Segeberg Löcher in der Fahrbahndecke festfestgestellt worden, später dann auch auf dem erst vor einem halben Jahr festgestellten Abschnitt in Richtung Kiel. Dort gilt deshalb Tempo 80.

Löcher in der A21: Lösung ohne Gerichtsverfahren denkbar

„Wir haben Gewährleistungsmängel angemeldet“, sagte Conradt. Die Behörde sei mit den ausführenden Firmen in Gesprächen, „ob wir uns ohne Gerichtsverfahren auf einen gemeinsamen Gutachter einigen können“. Zur Schadenshöhe könne er keine Angaben machen.

„Wir wissen nicht, ist es nur die Deckschicht oder mehr“. Die Sanierungskosten für das Autobahn-Teilstück betrugen rund 46 Millionen Euro. Von den Schäden sind rund zehn Kilometer der Autobahn je Richtung betroffen.

Interaktive Karte: Ausbau der A21 in Schleswig-Holstein

Ampeln an der A23 zeigen Wirkung

Zufrieden zeigte sich Conradt mit der Wirkung von drei Ende 2017 in Betrieb genommenen Zufahrts-Ampeln auf der viel befahrenen Autobahn 23. Die für rund 300 000 Euro aufgestellten Anlagen sollen für weniger Stau in Richtung Hamburg sorgen. Die intelligent geschalteten Ampeln an den Auffahrten Pinneberg, Halstenbek-Rellingen und Halstenbek-Krupunder sollen verhindern, dass im Berufsverkehr zu viele Autos gleichzeitig auffahren. Dadurch habe sich die „Durchfahrtsgeschwindigkeit auf der A23 um bis zu 29 Kilometer pro Stunde erhöht, sagte Conradt.

Bei der Digitalisierung des Straßenbaus gibt es dagegen „IT-technisch noch Probleme“, wie Conradt einräumte. Der Landesbetrieb betreut mit dem Umbau des Rastplatzes Ellund an der Autobahn 7 eines der ersten digitalen Straßenbau-Pilotprojekte in Deutschland. Dort entstehen für rund zwei Millionen Euro zusätzliche Stellplätze für Lkw und Pkw sowie zusätzliche Flächen für Großraum- und Schwertransporte.

Von KN/dpa

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