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Schleswig-Holstein Greta wagt den Schritt nach Aarhus
Nachrichten Schleswig-Holstein Greta wagt den Schritt nach Aarhus
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09:54 10.09.2018
Foto: Greta Kähler aus Kiel in Aarhus
Auch wenn es am Anfang etwas einsam war: Greta Kähler (21) ist begeistert von Aarhus. Die Nähe zum Wasser weckt heimatliche Gefühle. Quelle: Gunnar Kähler
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Aarhus

"Ich wollte gerne studieren, aber was?", sagt Greta Kähler. "Ich erweiterte meinen Suchradius auf das europäische Ausland und fand schließlich im Internet einen Studiengang, der mein Interesse erweckte: Global Nutrition & Health in Aarhus, Dänemark." Was die Kielerin herausfand klang verlockend: ein viel gelobtes Hochschulsystem, keine Studiengebühren und gute Finanzierungsmöglichkeiten durch den dänischen Staat.

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Einen Tag an der Uni schnuppern

Als „Student for a day“ besuchte Greta Kähler das staatliche VIA University College: "Einen Tag lang durfte ich mit den Studenten des ersten Semesters mitlaufen, um einen Einblick in den Studiengang zu erhalten. Die familiäre Atmosphäre, die durch kleine Kurse und dem engen Kontakt zwischen Studenten und Dozenten entstand, gefiel mir sehr gut, ebenso die moderne Ausstattung der Hochschule." Die dänische Küstenstadt Aarhus ist mit ihren rund 270000 Einwohnern nicht groß. Aber es gibt ein großes Angebot an Kunst und Kultur, viele Museen. Durch die rund 45000 Studenten herrscht eine lebendige Atmosphäre.

Und dann kam die Zusage

"Ohne jegliche soziale Kontakte war es die erste Zeit ein wenig einsam, und das Ziel, meine Dänisch-Kenntnisse zu verbessern nicht so einfach umzusetzen", berichtet die Studentin. Doch das ließ sich schnell ändern: In einem Gemeinschaftsgarten-Projekt helfen und ganz nebenbei dänisch sprechen. "Wenn man sich überwindet und konsequent jeden auf Dänisch anspricht, dann stellt man fest, dass einem meist viel Hilfsbereitschaft und Anerkennung entgegengebracht werden."

Keine Semestergebühren plus staatliche Förderung

Von den insgesamt 263000 Studenten in Dänemark sind 3334 deutscher Staatsbürgerschaft (Stand: Ende 2017). Gründe sind unter anderem die große Auswahl an englischsprachigen Bachelor- und Masterstudiengängen, der Verzicht auf Semesterbeiträge sowie die Aussicht auf die dänische Ausbildungsförderung, Statens Uddannelsesstøtte (SU). Diese funktioniert, anders als das deutsche Bafög, unabhängig vom Einkommen der Eltern und muss nicht zurückgezahlt werden. EU-Bürger können Anspruch auf SU erhalten, wenn sie neben dem Studium zehn bis zwölf Stunden in der Woche arbeiten und auf Unterstützung des Heimatlandes verzichten. Mit SU plus Nebenjob lassen sich die hohen Lebenskosten in Dänemark gut bestreiten.

Von Greta Kähler

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