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Schleswig-Holstein Verkehr im Norden beeinträchtigt: Kieler Feuerwehr erwartet ruhigen Sonnabend
Nachrichten Schleswig-Holstein Verkehr im Norden beeinträchtigt: Kieler Feuerwehr erwartet ruhigen Sonnabend
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09:18 16.03.2019
Spaziergänger gehen bei Regen und stürmischen Winden über einen Holzsteg an den Strand von St. Peter-Ording. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zieht ein Sturmtief über Dänemark nach Südschweden. Quelle: Wolfgang Runge/dpa
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Hamburg/Kiel/Rostock

Gegen sechs Uhr am Sonnabend lief der Zugverkehr wieder zwischen Lübeck und Hamburg. Am Freitagabend war die Strecke gesperrt worden, ein Baum war wegen des Sturms auf die Gleise gefallen. Auch die Oberleitung wurde ersten Angaben zufolge beschädigt. Der Sturm flaute in der Nacht zu Sonnabend rasch ab. Es kam zu keinen weiteren Einsätzen der Feuerwehr am Sonnabend bis 8 Uhr. Laut DWD bleibt die Wetterlage am Sonnabend auch entspannt - es wird nur etwas windig, die erreichen kaum noch 60 km/h.

Bereits am Nachmittag nahm der Sylt-Shuttle nach Angaben der Bahn keine Wohnwagengespanne, Pkw mit Anhängern sowie Gefahrgut-Transporter mehr mit. Auch Lkw mit leeren Anhängern und Motorräder würden demnach nicht mehr mit dem Sylt-Shuttle transportiert.

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Fähren fahren verspätet oder gar nicht

Bei den Fähren zu den Halligen und Nordfriesischen Inseln kam es zu Fahrplanänderungen und Verspätungen, wie die Wyker Dampfschiffreederei mitteilte. Auch die Fähre Rostock nach Gedser wurde am Abend eingestellt, wie die Reederei Scandlines informierte.

Wetterdienst: Schwere Böen nicht ausgeschlossen

Für Freitagabend meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) Weststurm mit zeitweise schweren Böen, auch Gewitter seien nicht ausgeschlossen. Die Unwetterzentrale warnte vor starkem Unwetter an den Küsten.

An der Elbe in Hamburg-St. Pauli wurden in der Nacht Wasserstände bis 1,50 Meter über dem mittleren Wasserstand erwartet, so die Vorhersage des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Eine leichte Überflutung des Hamburger Fischmarkts war nicht auszuschließen.

Eine heftige Windböen sorgte in Struvenhütten an der Straße Auf der Schanze dafür, dass eine Buche umstürzte. Zwei Pferde, die auf der Weide standen, wurden unter dem Baum begraben. Die Feuerwehr konnte zwar eines der Vierbeiner retten, das zweite Pferd war sofort tot.

Weitere aktuelle Kurzmeldungen zum Sturm:

Lkw-Anhänger war umgeweht

Weitere Einsatzschwerpunkte der Freiwilligen Feuerwehren lagen in Bad Oldesloe, Tangstedt, und Barsbüttel. Zunächst war in Höhe der Autobahn-Ausfahrt Bad Oldesloe-Süd der Anhänger eines Tiefladers im Sturm umgeweht.  Danach ging es für die Bad Oldesloer Feuerwehrleute Schlag auf Schlag: Zwei umgeknickte Bäume an einem Wanderweg mussten weggeräumt werden - ein Bauzaun wurde gesichert.

Wenig später kam es zu einem weiteren Einsatz an der A21, auch hier waren Bäume umgeweht und auf die Fahrbahn gestürzt. Daraufhin hatte die Polizei die Autobahn in Richtung Bargteheide für längere Zeit komplett gesperrt.

Dachpappe flog durch die Luft

Mit der Motorkettensäge beseitigten die Feuerwehrleute aus dem Krob der Drehleiter heraus die Gefahrenstelle und räumten die Fahrbahn wieder frei.

In Barsbüttel flog Dachpappe eines Flachdachs umher und wurde von der Feuerwehr gesichert. In Tangstedt wurden mehrere Bäume durch Sturmböen umgeknickt. Bis gegen 18 Uhr hat die  Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe rund 25 wetterbedingte Einsätze notiert.

Das Wochenende bliebt ungemütlich

Auch am Wochenende bleibt es ungemütlich: Am Sonnabend erwartet Norddeutschland laut dem DWD verbreitet Regen bei Höchstwerten um 9 Grad. Zudem herrscht starker, in Böen stürmischer Wind aus Südwest. Am Sonntag wird es dann stark bewölkt mit schauerartigem Regen bei Höchstwerten zwischen 8 Grad auf Sylt und bis zu 11 Grad in Hamburg, auch hier in Böen starker bis stürmischer Wind.

In der Nacht zum Montag weiterhin Schauer, die Tiefstwerte liegen bei 3 bis 5 Grad. Auch hier ist mit stark böigem Wind aus westlichen Richtungen zu rechnen.

Von RND/dpa

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Heike Stüben 15.03.2019
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