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Schleswig-Holstein Land verteilt fast eine Million Euro
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11:42 21.11.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Ein Sturm sorgte an Strandes Küste am 9. Januar für Hochwasser. Quelle: Tilmann Post
Kreis Plön

Das Land stellt aus dem Programm „Soforthilfen Sturmflutschäden Ostsee“ knapp eine Million Euro für betroffene Gemeinden bereit. Die ersten Bescheide sind an die Gemeinden versandt worden, hieß es am Mittwoch aus dem Wirtschaftsministerium.

Wer bekommt wie viel?

13 Anträge auf Soforthilfen für Sturmflutschäden sind beim Land eingegangen, neun erhalten eine Förderung. Die Gemeinde Timmendorfer Strand zog ihren Antrag zurück. Drei Anträge stuft das Land als nicht förderfähig ein. Die Summe, die das Land überweist, liegt bei 992.070 Euro. Beantragt wurden 2,4 Millionen Euro.

Mönkeberg hat Schäden von 43.000 Euro gemeldet und einen Zuschuss von 32.250 Euro beantragt; diese Summe bekommt die Gemeinde auch. In der Nachbargemeinde Heikendorf wurde neben weggespültem und mittlerweile wieder eingebrachtem Sandstrand die Uferbefestigung am Campingplatz Möltenort schwer beschädigt. Auf 160 Metern muss die Befestigung erneuert werden. Kosten: rund 277.500 Euro. Das Land bewilligt die Fördersumme von 208.000 Euro.

Eckernförde sieht keinen Cent

Die Gemeinde Strande mit Schäden von 31.300 Euro wird mit rund 15.700 Euro gefördert. Behrensdorf (Schaden: 133.000 Euro) erhält 63.000 Euro. Die Schadensbehebung von 187.400 Euro in Stein wird mit 87.300 Euro bezuschusst. Viel zu tun gibt es auch in Schönberg, wo sich die Schadenssumme auf 324.000 beläuft. Beantragt hatte die Gemeinde 162.000 Euro – vom Land erhält sie 101.000 Euro. Die Gemeinde Noer bekommt 17.500 Euro, dort waren Schäden von 35.000 Euro durch die Sturmflut im Januar entstanden.

Eckernförde sieht keinen Cent. Die Stadt hatte zwar 160.000 Euro Schaden angemeldet und 80.000 Euro als Hilfsmittel beantragt, doch das Land lehnte den Antrag ab. Eckernförde beklagte die Zerstörung einer Stahlspundwand durch die Sturmflut – dem Vernehmen nach sieht das Land aber nicht die Sturmflut als Verursacherin der Schäden.

Im Januar 2019 tobten Stürme über Schleswig-Holstein und hinterließen an den Küsten Schäden in Millionenhöhe. Sandstrand wurde weggespült, Uferbefestigungen zerstört.

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