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Schleswig-Holstein Wetterdienst warnt vor Sturmböen in Schleswig-Holstein am Sonnabend
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Sturmwarnung für Schleswig-Holstein am Sonnabend (13.03.2021)

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12:11 13.03.2021
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Es wird stürmisch in Schleswig-Holstein: Und mancher merkt das in der Dänischen Straße in Kiel.
Es wird stürmisch in Schleswig-Holstein: Und mancher merkt das bereits in der Dänischen Straße in Kiel. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Es bleibt ungemütlich im Norden. Auch für Sonnabend hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Warnung vor Sturmböen in Teilen Schleswig-Holsteins herausgegeben. 

Sie ist gültig von Sonnabend, 13. März 2021, 10 Uhr bis voraussichtlich 24 Uhr und gilt unter anderem für die Kreise Rendsburg-Eckernförde, Plön, Ostholstein, Segeberg und die Städte Kiel und Neumünster sowie für weitere Teile des Landes Schleswig-Holstein. Es handelt sich um eine Warnung der Stufe 2 von 4.

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Sturm "Luis" löst Sturm "Klaus" in Schleswig-Holstein ab

Am Wochenende sei erneut mit vielen Wolken und Regen zu rechnen. Es bleibe stürmisch. Die Höchstwerte liegen zwischen fünf und sieben Grad. Am Sonntag soll der Wind gegen Abend nachlassen. Grund hierfür ist Sturmtief "Luis". „Das ist ein kräftiges Tief, das auch für kräftige Sturmböen sorgen wird“, sagte ein Meteorologe des DWD am Freitag mit Blick auf Sonnabend. Dann soll es ab dem Vormittag im Flachland verbreitet stürmisch werden - örtlich, etwa an der Küste, seien auch erneut schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten um die 95 Stundenkilometer möglich. Dazu ziehen immer wieder Regenschauer und auch einige Gewitter über den Norden hinweg.

Ganz so stürmisch wie bei Sturmtief „Klaus“, der zum Teil mit orkanartigen Böen blies, werde es aber voraussichtlich nicht werden, sagte der Meteorologe. Sturmtief "Klaus" hatte bereits am Donnerstag einige Schäden in Schleswig-Holstein verursacht und den Bahnverkehr im Norden teilweise zum Erliegen gebracht. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Liveblog.

In der Nacht zum Sonntag soll der Sturm auch zügig nachlassen. Die Temperaturen erreichen in Schleswig-Holstein keine zweistelligen Höchstwerte, sondern maximal acht Grad.

Wegen des Sturms erwartet das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg für das Hochwasser in der Nacht vom Samstag auf Sonntag zwar etwas erhöhte Wasserstände - mit einer Sturmflut insbesondere in Hamburg und an der Küste von Schleswig-Holstein rechneten die Experten zunächst aber nicht.

Unwetter in Schleswig-Holstein: Hier gilt die Warnung

Klicken Sie hier, um die aktuellen Warnungen auf der Seite des DWD zu sehen.

So ist das Wetter aktuell in Schleswig-Holstein:

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Wie entsteht ein Orkan?

Orkane können im Herbst und Winter über dem Nordatlantik entstehen und mit dem Westwind in Richtung Europa ziehen. Wegen des noch warmen Wassers im Atlantischen Ozean steht der polaren Kaltluft nur wenig weiter südlich milde Meeresluft entgegen. Durch den Temperaturgegensatz entstehen in der oberen Atmosphäre extrem starke Winde, die die Entstehung von Orkanen begünstigen. Von einem Orkan sprechen die Meteorologen immer dann, wenn der Wind mindestens zehn Minuten lang mit einer Geschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde oder mehr weht.

Wie werden Windstärken berechnet?

Windgeschwindigkeiten werden mit der Beaufort-Skala gemessen. Sie wurde von dem englischen Admiral Francis Beaufort (1774—1857) entwickelt. Die Skala reicht vom leisen Luftzug der Stärke 1 bis zum Sturm der Stärke 9 mit 88 Stundenkilometern, bei dem erste Dachziegel herabfallen. Ein schwerer Sturm (10) mit bis zu 102 Kilometern in der Stunde kann dicke Äste abbrechen. Der orkanartige Sturm (11) reicht bei bis zu 117 Kilometern, um ganze Bäume zu entwurzeln. Bei stärkerem Wind (12) ist ein Orkan erreicht, der schwere Verwüstungen anrichten kann. An Küsten wirbelt er große Wassermassen auf, die in Brechern einen Druck von mehreren Tonnen pro Quadratmeter verursachen können.

Was ist eine Sturmflut?

Der starke Wind drückt die Wassermassen vor sich her und verstärkt die Kraft der Gezeiten. An der Nordsee spricht man von einer Sturmflut bei 1,50 bis 2,50 Meter über dem Mittleren Hochwasser (Ostseeküste: 1,00 bis 1,25). Der mittlere Hochwasserstand liegt etwa zwei Meter über dem Wert Normal Null, der vom mittleren Wasserstand der Nordsee abgeleitet ist. Eine schwere Sturmflut verursacht an der Nordseeküste Wasserstände von 2,50 bis 3,50 Meter über mittlerem Hochwasser — die nordfriesischen Halligen melden dann „Land unter“. Bei einer sehr schweren Sturmflut werden mehr als 3,50 Meter erreicht. An der Ostsee gelten 1,25 bis 1,50 Meter als mittlere, bis zu 2,00 Meter als schwere und Stände darüber hinaus als sehr schwere Sturmflut.

Anne Holbach 12.03.2021
Christian Trutschel 12.03.2021