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Schleswig-Holstein SPD fordert höhere Entschädigung
Nachrichten Schleswig-Holstein SPD fordert höhere Entschädigung
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13:04 01.06.2018
Täglicher Ärger am Bahnsteig in Westerland: Pendler und Sylter Unternehmer klagen über die Verspätungen der Bahn, die seit Anfang des Jahres zur Regel geworden seien. Sie befürchten negative Folgen für den Tourismus. Quelle: Carsten Rehder
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Zudem sollen alle Kunden im Regionalverkehr uneingeschränkt und ohne zusätzliche Kosten alle Züge des Fernverkehrs nutzen dürfen. Dies geht aus einem Antrag der SPD-Fraktion an den Landtag hervor. Die Regelungen sollen für jeden Monat gelten, in dem die Bahn nicht die vereinbarte Pünktlichkeitsquote von 93 Prozent erreicht.

Wertschätzung für die Geduld der Bahnkunden

"Wer regelmäßig auf die Bahn angewiesen ist, ein Monatsticket nutzt und seit vielen Monaten das Bahndesaster erlebt, für den ist die bisherige einmalige Zahlung seit Februar 2018 der NAH.SH von mageren 50 Euro und 75 Euro für Kunden der ersten Klasse absolut nicht angemessen", sagte am Freitag der SPD-Verkehrspolitiker Kai Vogel. "Wir fordern daher eine Entschädigung von 75 Prozent auf die Kosten der Zeitkarten, damit endlich eine Wertschätzung für die Geduld der Bahnkunden ausgedrückt wird."

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"Die dauerhaften Ankündigungen des Verkehrsministers Bernd Buchholz (FDP) und der Deutschen Bahn helfen den Bahnkunden auf der Strecke der Marschbahn in ihrer aktuellen Situation nichts", sagte Vogel. Baumaßnahmen zum Beispiel griffen frühestens in vier Jahren für ein mögliches Überholgleis oder in zehn Jahren für ein kleines zweigleisiges Trassenstück. "Zudem ist bei noch keiner einzigen dieser baulichen Ankündigungen sicher, ob sie überhaupt realisiert werden", sagte Vogel. "Daher fordern wir, dass insbesondere die Pendlerinnen und Pendler weit über die regulären Entschädigungszahlungen hinaus entlastet werden."

Von lno

01.06.2018
Bastian Modrow 01.06.2018